26.04.2019 Michael Schröder

AKTIONÄR Top-Tipp Deutz im Rallyemodus: Die Rechnung ist denkbar einfach

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Deutz
Trendthema

Deutz ist im abgelaufenen Jahr nach einer mehrjährigen Durststrecke die Rückkehr auf den Wachstumspfad gelungen. Der Motorenhersteller hat auch einen guten Start ins Jahr 2019 erwischt. Die Investoren greifen beherzt zu. Die Kursrallye geht in die nächste Runde. Mit dem Sprung über den horizontalen Widerstand bei 8,60 Euro wurde ein Kaufsignal generiert.

Die Rechnung bei Deutz ist recht simpel. Dank einer hohen Kapazitätsauslastung sollte die EBIT-Marge weiter nachhaltig steigen. Ergebnis: Das KGV fällt 2020 in den einstelligen Bereich und die Aktie steigt in zweistellige Kursregionen.

Im ersten Quartal 2019 legte der Umsatz um 9,2 Prozent auf 452,8 Millionen Euro zu. Auch dank der umgesetzten Sparanstrengungen ist das operative Ergebnis um 15,7 Prozent auf 25,1 Millionen Euro angestiegen.

Bei den Aufträgen konnte Deutz dagegen nicht zulegen: Im ersten Quartal kamen Aufträge in Höhe von 514,5 Millionen Euro herein – ein Minus von 10,5 Prozent. Doch im Vergleich zum vierten Quartal ist der Auftragseingang um 27,4 Prozent angezogen.

Der Schlüssel zu steigender Profitabilität bleibt die Kapazitätsauslastung. Große Liefer- und Kooperationsvereinbarungen wie die mit Kion und Liebherr sind daher wichtig. Zudem dürften die handelsüblichen Initiativen zur Effizienzsteigerung operative Verbesserungen bringen. In Summe sollte Deutz seinem mittelfristigen EBIT-Renditeziel (vor Sondereffekten) von sieben bis acht Prozent kontinuierlich näherkommen. 

Der Motorenbauer will dazu als weltweit führender Hersteller innovativer Antriebssysteme eine Vorreiterrolle in der Entwicklung hochwertiger, umweltfreundlicher und effizienter Antriebe übernehmen. Dieselmotoren werden aber noch lange das Hauptprodukt des Traditionskonzerns bleiben.

Großen Anteil an der künftigen Entwicklung wird das Geschäft in China haben. Der chinesische Markt ist schon heute der weltweit größte für Anwendungen im Off-Road-Bereich – und er wächst weiter. Daran will Deutz über die „Drei-Säulen-Strategie“ partizipieren.