Nach den Zwischenwahlen in den USA belasten Sorgen um die Zukunft des KI-Booms die Aktienmärkte weltweit und sorgen für heftige Kursverluste. Der Nasdaq 100 sackte gestern um über sechs Prozent auf das Niveau vom April ab. Auch die Aktien der heimischen Chip-Zulieferer blieben von dem Ausverkauf nicht verschont.
Anleger befürchten, dass strengere Auflagen nach dem Wahlsieg der Demokraten den Ausbau von Rechenzentren bremsen und Projekte verzögern könnten. Rechenzentren sind ein wesentlicher Bestandteil der KI-Infrastruktur. In den USA stehen die Demokraten den Chancen von KI skeptischer gegenüber als die Republikaner, die sich eher für eine Deregulierung starkmachen.
Die Charts der heimischen Chip-Zulieferer wie Aixtron, Siltronic und SUSS MicroTec zeigen, dass sich die mehrmonatige Korrektur in dieser Woche noch einmal beschleunigt hat. Die am häufigsten gestellte Frage lautet: War das nun das Ende der Talfahrt oder fallen die Kurse weiter?
Eine klare Antwort gibt es nicht. Die Aussagen und Kommentare aus Wirtschaft und Politik zu diesem Thema dürften die kurzfristige Richtung vorgeben. Wichtig in diesem Zusammenhang: Bei allen Sorgen um den Wahlausgang gilt, dass auch die Demokraten KI nicht stoppen werden – und das auch gar nicht wollen. Denn die USA wollen im Wettrennen mit China vorne bleiben. Die Milliardeninvestitionen schaffen zudem gut bezahlte Jobs und generieren Steuereinnahmen in Milliardenhöhe. Allerdings dürften die Demokraten versuchen, die Branche stärker zu regulieren.
Fakt ist: Durch die Verluste der vergangenen Tage ist weitere Luft aus der KI-Spekulation entwichen, und viele Aktien sind nun wieder günstiger bewertet. Ein reinigendes Gewitter, aber kein Ende des Megatrends.
Mit Blick auf Orderbücher, Umsatzwachstum, Gewinndynamik und Bewertung dürften die Aktien der heimischen Chip-Zulieferer bei einer Gegenbewegung im Technologiesektor zu den ersten Gewinnern zählen. Wann diese einsetzt, hängt weiterhin vom Marktumfeld und davon ab, wann sich die Gewitterwolken verziehen. DER AKTIONÄR favorisiert bei dem Trio derzeit die Aktie von SUSS MicroTec und setzt daher im Real-Depot auf ihr Comeback.
Ebenfalls im Real-Depot: die Aktie von Nynomic. Die strategische Positionierung als Technologieanbieter in verschiedenen Wachstumsmärkten sorgt bei dem Unternehmen für viel Fantasie. Die gut gefüllten Orderbücher, die spürbar gestiegene Umsatzvisibilität und die klar sichtbare Margenverbesserung sprechen eine eindeutige Sprache. Bei aller Euphorie muss der Vorstand in den kommenden Quartalen aber weiterhin operativ liefern. Die Voraussetzungen dafür wurden geschaffen. Mehr dazu hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von Nynomic, Infineon und SUSS MicroTec Infineon befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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