Die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall steht auch am heutigen Freitag unter Druck. Nachdem es infolge der Prognosekappung bereits am Donnerstag kräftig in den Keller ging – die Aktie verlor 16 Prozent –, geht es auch am letzten Handelstag der Woche weiter abwärts. Aktuell notiert die Aktie von Rheinmetall gut drei Prozent tiefer und gehört damit zu den drei schwächsten Werten des Tages im DAX.
Für die Papiere von Rheinmetall hagelt es nun eine ganze Reihe von Kurszielsenkungen. Bernstein Research hat das Kursziel von 1.200 auf 1.000 Euro reduziert und die Aktie von „Outperform“ auf „Market-Perform“ abgestuft. Analyst Adrien Rabier räumt ein, dass seine Kaufempfehlung vom Dezember 2025 allein aus Bewertungsgründen ein Fehler war. Die damals schon laufende Korrektur setzte sich fort, belastet durch die Sektorschwäche und hausinterne Probleme. Am hohen Wertpotenzial habe sich aber nichts geändert, doch bis heute würden einfach die Kurstreiber fehlen. Solange die Aussichten unklar bleiben, setzt Rabier lieber auf andere Werte: im Rüstungssegment auf TKMS und Leonardo, noch deutlicher aber auf Safran und MTU aus der Luftfahrt.
Auch die Investmentbank Oddo BHF hat die Aktie von „Outperform“ auf „Neutral“ abgestuft. Das Kursziel wurde von 1.670 auf 1.200 Euro gesenkt. Es werde Zeit brauchen, den Vertrauensverlust wieder auszumerzen, so Oddo-Analyst Yan Derocles. Seinen fairen Wert senkt er um zehn Prozent. Der Grund: Der weitere Kursverlauf lasse sich kaum berechnen, und die Umsetzungsrisiken seien spürbar gestiegen.
Auch die UBS und die DZ Bank reduzierten ihre Kursziele: von 1.360 auf 1.100 Euro beziehungsweise von 1.705 auf 1.205 Euro.
Eine ausführliche aktuelle Einschätzung des AKTIONÄR zur Aktie von Rheinmetall lesen Sie hier: „Rheinmetall: Aktie stürzt 15 Prozent ab – die 3 großen Probleme“. Schon bald steht der nächste wichtige Termin an. Am 27. November findet der Kapitalmarkttag statt.
Heute, 10:31
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