Von der jahrelangen Euphorie ist bei Rheinmetall längst nicht mehr zu spüren. Nach der erneuten Gewinnwarnung im Rahmen der Quartalszahlen setzt sich die Talfahrt bei Rheinmetall am Donnerstag fort, die Aktie verliert am Nachmittag rund 15 Prozent. DER AKTIONÄR beleuchtet die drei größten Probleme des Rüstungskonzerns.
Zu hohe Erwartungen
Medienwirksam hat Konzernchef Armin Papperger in den vergangenen Jahren seine Visionen und Wachstumsambitionen kundgetan. Doch trotz starkem Auftragseingang und starker Zuwachsraten waren die Ziele nicht zu erreichen. Innerhalb eines Jahres musste Rheinmetall nun bereits das fünfte Mal eine Umsatz- oder Gewinnwarnung aussprechen.
Bei den Anlegern kostet das viel Vertrauen. Das Schüren unrealistischer Erwartungen, nur um dann immer wieder zurückrudern zu müssen fällt Papperger und dem gesamten Management auf die Füße. Noch im August hatte der CEO zu Reuters gesagt, dass dem Projekt Arminius (ein umfassender Auftrag für Boxer-Panzer durch die Bundeswehr) „überhaupt nichts im Weg steht“. Nun wird Arminius als Grund für die Prognosesenkung genannt, da das Projekt erst im kommenden Jahr beauftragt werden könnte. Zudem soll der Vertragswert laut dem Branchenportal Hartpunkt unter dem von Papperger in Aussicht gestellten Volumen liegen.
Heute, 14:27
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