Kräftig nach unten ging es am Montag bei der Aktie von Rheinmetall. Mit einem Minus von 3,6 Prozent war sie der schwächste Wert des Tages im deutschen Leitindex DAX. Auslöser war ein Medienbericht über eine verzögerte Großbestellung von Rüstungsfahrzeugen. Erstmals seit Mitte Oktober rutschte der Kurs wieder unter die Marke von 1.000 Euro.
Händler verwiesen auf einen Bericht des Online-Branchenportals "Hartpunkt". Demnach kommt die deutsche Großbestellung für Radfahrzeuge vom Typ "Boxer" offenbar erst im Februar 2027. Zudem liege der Vertragswert etwas unter früheren Aussagen von Konzernchef Armin Papperger. Im Sommer war noch von einer Beschaffung durch die Bundeswehr Anfang Dezember die Rede gewesen. In diesem Fall hätte der Auftrag noch in diesem Kalenderjahr in die Bücher des Rüstungskonzerns gelangen können.
Citigroup-Analyst Charles Armitage sieht die Lage gelassener und äußerte sich in einem ersten Kommentar mit vier Anmerkungen. Der Auftrag bleibe unabhängig vom Zeitpunkt der Erteilung sehr groß, weshalb Verzögerungen durchaus üblich seien. Auch ohne diesen Abschluss erwartet er, dass das Auftragsvolumen in diesem Jahr über dem Zielwert von 100 Milliarden Euro liegen wird. Ein niedrigeres Volumen könnte mit einer anderen Fahrzeugkonfiguration zusammenhängen. Nach der kurzfristigen Enttäuschung hält Armitage eine mögliche Neubewertung der Aktie nach Vertragsunterzeichnung für denkbar.
Die Aktie fiel zuletzt wieder unter die 1.000-Euro-Marke zurück. In dieser Woche wird es bei Rheinmetall aber noch spannend. Am Donnerstag, 5. November, veröffentlicht der Konzern die Zahlen zum dritten Quartal. Das Analysehaus Jefferies hat hier im Hinblick auf den Quartalsbericht die Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 1.350 Euro für die Aktie bestätigt. Eine ausführliche Analyse des AKTIONÄR zur Aktie von Rheinmetall finden Sie hier.
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