24.10.2019 Michael Schröder

Aixtron: Keine Panik

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Aixtron
Trendthema

Bei Aixtron hat sich die Auftragslage im dritten Quartal weiter erholt. Umsatz und Gewinn waren dagegen wie erwartet rückläufig. Die Jahresprognosen wurden bestätigt. Die mittel- und langfristigen Aussichten die Kernmärkte in der Opto- und Leistungselektronik bleiben unverändert positiv. Mögliche Rücksetzer bieten bei der Aktie daher weiter gute Kaufgelegenheiten.

„Insgesamt lag die Geschäftsentwicklung bis zum 30. September 2019 im Rahmen unserer Erwartungen, auch wenn die länger andauernde Prüfung zur Erteilung von Exportlizenzen Einfluss auf die Ergebnisse im dritten Quartal hatten“, sagt Vorstand Dr. Bernd Schulte.

Der Umsatz ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 17 Prozent auf 52,6 Millionen Euro zurückgegangen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach um 41 Prozent auf 5,5 Millionen Euro ein. DER AKTIONÄR hatte hier im Vorfeld einen etwas geringeren Rückgang prognostiziert.

„Der gestiegene Auftragseingang im dritten Quartal stimmt uns jedoch optimistisch, dass wir unsere Ziele für das laufende Geschäftsjahr erreichen werden. Dabei helfen uns die weiter gesunkenen Kosten ebenso wie der nach wie vor vorteilhafte USD/EUR-Wechselkurs“, so Schulte.

Die Prognosen für das Gesamtjahr will Aixtron also weiter erfüllen, wenn auch nur noch am unteren Ende der bisherigen Spanne. Bei erwarteten Umsatzerlösen von rund 260 Millionen Euro (bisher: 260 Millionen Euro bis 290 Millionen Euro) wird mit einer Bruttomarge von rund 40 Prozent sowie einem EBIT in Höhe von rund 13 Prozent des Umsatzes gerechnet. Des Weiteren erwartet der Vorstand im Geschäftsjahr 2019 einen Free Cashflow von rund 15 Millionen Euro (zuvor: 15 Millionen bis 25 Millionen Euro) zu erzielen.

Der Vorstand stützt sich dabei auf eine leicht erholte Auftragslage. Im dritten Quartal stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorquartal um 17 Prozent auf 52,2 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Aixtron mit Auftragseingängen von 220 Millionen Euro, was ebenfalls dem unteren Ende der Prognose von 220 bis 260 Millionen Euro entspricht.

Aixtron baut auf einen Schlussspurt im vierten Quartal. Für eine im September neu vorgestellte Produktionsanlage für Siliziumkarbid gibt es bereits erste Aufträge. Der erwartete und in den bisherigen Prognosen berücksichtigte Folgeauftrag für eine OLED-Anlage der Tochter APEV dürfte dagegen nicht mehr im laufenden Geschäftsjahr eingehen, sondern erst im kommenden Jahr verbucht werden. Die mittel- und langfristigen Aussichten für die Kernmärkte sind unverändert positiv.

Mit den Q3-Zahlen und dem Ausblick dürfte die Aktie vorerst weiter in ihrer Seitwärtsrange zwischen 10,50 Euro und 8,50 Euro (7,50 Euro) verharren. Die länger andauernde Prüfung zur Erteilung von Exportlizenzen wirft Fragen auf, die noch zu klären sind. Ungeachtet dessen bieten mögliche Rücksetzer bei der Aktie weiter gute Kaufgelegenheiten.

Aixtron (WKN: A0WMPJ)

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Akien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.