28.05.2019 Michael Schröder

Aixtron-Aktie: Jetzt wird es eng

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Aixtron
Trendthema

Aixtron wandelt derzeit auf einem schmalen Grat. Der erfolgreiche Turnaround wurde durch ein starkes Auftaktquartal bestätigt. Die geringe Visibilität in Sachen Investitionsverhalten sorgt kurzfristig für Verunsicherung. Die Aktie schafft es daher noch nicht, einen neuen Aufwärtstrend zu etablieren – obwohl die mittel- und langfristigen Aussichten des Analgenbauers unverändert gut sind.

Gestützt auf den starken Auftragseingang im vergangenen Jahr setzte Aixtron in den ersten drei Monaten 2019 fast 69 Millionen Euro um – ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Gesunkene Kosten in Verbindung mit einem vorteilhaften USD/EUR-Wechselkurs haben das Ergebnis gestützt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zog um 23 Prozent auf fast zehn Millionen Euro an.

Während das erste Quartal 2019 gemessen am Umsatz das stärkste Auftaktquartal seit vielen Jahren war, spiegelt der Auftragseingang die Investitionszurückhaltung in der Halbleiterbrache wieder. Das Volumen der neuen Aufträge ging im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel auf knapp 54 Millionen Euro zurück.

Kurzfristig fährt das Unternehmen aber in einer Art Grauzone. Die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2019 kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genau vorausgesehen werden. Dennoch hat der Vorstand die Prognosen vorerst bestätigt.

Mittel- und langfristig profitiert Aixtron aber von seiner breiten Aufstellung. Die zahlreichen Anwendungsbereiche für die Maschinen befinden sich dabei in absoluten Megatrends, die zum Teil erst am Anfang ihrer kommerziellen Nutzung stehen.

Die Aktie am 16. Mai ein Verlaufshoch bei 10,96 Euro markiert. Dann ging den Bullen aber die Kraft aus. Es folgten acht Handelstage mit roten Vorzeichen. Im Bereich von 9,30 Euro testet der Kurs eine kleine horizontale Unterstützung. In diesem Bereich verläuft auch die weiter fallende 200-Tage-Linie. Kann sich die Aktie hier stabilisieren, ist im Anschluss eine erneute Trendwende wahrscheinlich. Bleibt der Verkaufsdruck zu groß, dann droht ein Rücksetzer bis auf die massive Unterstützungszone bei 7,75 Euro.