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Airbus: Zwei Militär-Aufträge – ein "explosiver" von der US-Army

Airbus: Zwei Militär-Aufträge – ein
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20.07.2020, 12:11 ‧ Martin Mrowka

Airbus kann sich über einen seltenen Auftrag von der US Army freuen. Normalerweise kaufen die Amerikaner US-Produkte. Diesmal schaffen sie sich jedoch einen Airbus A321 an. Das einzige Ziel des Millionen-Geschäfts: die Zerstörung des Flugzeugs. Mehr Gewicht hat indes ein Militär-Auftrag aus Großbritannien. Die Airbus-Aktie reagiert mit einem Kursaufschlag.

175 Millionen US-Dollar lässt sich das US-Militär eine Sonderanfertigung eines Airbus A321 kosten, nur um das Flugzeug in den folgenden Monaten wieder zu zerstören. Der neue Airbus ist für "Anfälligkeitstests für Verkehrsflugzeuge" vorgesehen ist, bei denen die US-Regierung die Schwächen von Passagierflugzeugen untersucht, so das Department of Homeland Security.

Aus den Auftragsunterlagen geht hervor, dass das Flugzeug einen verlängerten, besonders verstärkten Rumpf, Flügelmodifikationen und andere Konfigurationen für Türen und Fahrgestell haben wird als normale Versionen. Das Passagierflugzeug ist deshalb etwa 65 Millionen Euro teurer als eine "normale" A321.

Hintergrund: Die A321 gewinnt auch in den USA an Popularität und Marktanteil, immer mehr Airlines ziehen den europäischen Flieger einer Boeing vor. Um mögliche Schwachstellen zu ermitteln, werden im Interesse der "öffentlichen Sicherheit" zerstörerische Tests durchgeführt. Am Aberdeen Testing Center in Maryland werden "explosive Vulnerabilitätstests" durchgeführt. Die Armee will Sprengstoffe im Flugzeug testen – sprich: Das neue Flugzeug soll explodieren.

Die Airbus-Aktie explodiert heute nicht. Aber immerhin gewinnt der Kurs im MDAX in freundlichem Umfeld zeitweise 1,5 Prozent an Wert und hält sich damit weiterhin über der 50-Tage-Linie.

Airbus (WKN: 938914)

Das liegt wohl an einem neuen Auftrag aus dem britischen Verteidigungsministerium. Der hat mit einem Volumen von mehr als 500 Millionen Pfund (550 Millionen Euro)  mehr geschäftliches Gewicht als die A321-Order. Airbus soll einen zusätzlichen Satelliten zur Unterstützung der britischen Militärkommunikation entwickeln und bauen. Voraussichticher Start des Skynet 6A-Satelliten ist im Jahr 2025.

Die Airbus-Aktie gehört nicht zu den Papieren, die man derzeit unbedingt haben muss. Es gibt derzeit deutlich attraktivere Aktien. Wer dem Rat vom AKTIONÄR Mitte März folgte und sich für gut 50 Euro ein paar Stücke ins Depot legte, hält die Papiere weiter. Spätestens bei 56 Euro sollte jedoch eine Stopp-Order gesetzt werden.

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