Airbus hat im März 2026 einen deutlichen Auftragsschub verzeichnet. Insgesamt gingen Bestellungen über 331 Maschinen ein, darunter vor allem Modelle der A320- und A321-Neo-Familie. Auch Langstreckenjets wie der A330-900 und A350-900 sowie Frachter vom Typ A350F waren gefragt. Gleichzeitig musste der Konzern Stornierungen für zehn A220-100 verbuchen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Bruttoaufträge damit auf 408 Flugzeuge, netto bleiben 398.
Zu den wichtigsten Kunden zählen große Airlines: Delta Air Lines stockte ihre Orders deutlich auf, ebenso orderten chinesische Gesellschaften wie Juneyao Air und China Eastern in großem Stil Mittelstreckenjets. Atlas Air sicherte sich zudem 20 Frachtflugzeuge des Typs A350F. Zwei weitere Bestellungen über jeweils zehn A220-300 stammen von nicht genannten Käufern.
Auffällig war zudem ein Großauftrag über 100 Flugzeuge durch NAS Aviation Services. Hinter dem Namen verbirgt sich eine Zweckgesellschaft des weltgrößten Flugzeug-Leasingkonzerns Aercap, der eine Flotte von rund 1.700 Jets kontrolliert, berichtet aeroTELEGRAPH.
Auf der Auslieferungsseite gelang es Airbus im März 60 Flugzeuge an 38 Kunden zu übergeben. Seit Jahresbeginn sind es damit 114 Jets an 46 Abnehmer.
Die jüngsten Schwierigkeiten bei den Triebwerksauslieferungen von Pratt & Whitney dürften eine Erholung der Flugzeug-Auslieferungen von Airbus voraussichtlich weiter in das zweite Halbjahr 2026 verschieben, so Ken Herbert, Analyst bei der kanadischen Bank RBC. Er bewertet Airbus weiter mit „Outperform“ und einem Kursziel von 225 Euro.
Das Analysehaus Jefferies hat Airbus nach Veröffentlichung neuer Auslieferungszahlen weiterhin mit „Hold“ bewertet und das Kursziel bei 190 Euro bestätigt. Analystin Chloe Lemarie schrieb in einer aktuellen Studie, dass im März 60 Flugzeuge ausgeliefert wurden – rund 15 Prozent weniger als im Vorjahr, jedoch zwei Maschinen mehr als von ihr erwartet. Insgesamt ergibt sich damit für das erste Quartal ein Rückgang der Auslieferungen um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Aktie von Airbus stand am Donnerstag im regulären Handel erneut deutlich unter Druck. Das Papier ging mit einem Minus von 2,6 Prozent als zweitstärkster Verlierer des Tages aus dem Handel. Im nachbörslichen Handel konnte sich die Aktie aber wieder leicht nach oben arbeiten. Die Aktie arbeitet derzeit an einer Trendwende nach dem schwachen Verlauf seit Mitte Januar. Allerdings würde erst die Rückeroberung der 200-Tage-Linie bei rund 190 Euro das charttechnische Bild wieder klar aufhellen.
Heute, 07:28