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Airbus kappt die Prognose

Airbus kappt die Prognose
Foto: Airbus
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Thorsten Küfner 03.12.2025, 07:48 Thorsten Küfner

Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus muss nach den jüngsten Problemen nun seine Prognose für die Auslieferungen kappen. Allerdings konnte der Konzern dennoch seine finanziellen Ziele für das laufende Jahr bestätigen. Statt der angepeilten 820 Maschinen rechnet Airbus nun damit, 2025 lediglich rund 790 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben zu können.

Grund für die erneute Anpassung sind anhaltende Schwierigkeiten bei einem Zulieferer, der wichtige Rumpfsektionen für die stark nachgefragte A320-Familie produziert. Die Engpässe verzögern den gesamten Fertigungsablauf und bremsen die Auslieferungskette aus.

Trotz dieser operativen Hürden sieht Airbus-Chef Guillaume Faury keinen Anlass, die finanziellen Ambitionen für 2025 zurückzunehmen. Der Vorstand bestätigt das Ziel eines bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT) von rund sieben Milliarden Euro. Faury verweist darauf, dass Nachfrage und Auftragslage weiterhin äußerst robust seien und die Produktion schrittweise stabilisiert werde. Die Lieferketten blieben zwar anfällig, doch die Fortschritte bei einzelnen Zulieferern gäben Anlass zur Zuversicht.

Bereits 2024 musste Airbus einen ähnlichen Dämpfer hinnehmen. Damals senkte der Konzern sein ursprünglich geplantes Auslieferungsziel von 800 Maschinen und beendete das Jahr schließlich mit 766 ausgelieferten Jets. Die gesamte Branche kämpft seit der Pandemie mit gestörten Lieferketten, Materialengpässen und punktuellen Qualitätsproblemen bei Zulieferern – ein Umfeld, in dem Airbus trotz allem weiter wächst. Wie viele Flugzeuge im November an Kunden übergeben wurden, will der Konzern am Freitag offenlegen. 

Airbus (WKN: 938914)

Es dürfte nach den jüngsten Meldungen keine Überraschung mehr sein, dass der europäische Flugzeugbauer seine Auslieferungsziele anpasst. Erfreulich ist indes, dass dies keine größeren Auswirkungen auf die finanzielle Performance des DAX-Konzerns hat. Die Anteilscheine des Unternehmens, das über eine weltweit nahezu einzigartig starke Marktstellung verfügt, bleiben auf der Empfehlungsliste der AKTIONÄR. Der Stoppkurs sollte bei 168,00 Euro belassen werden.

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