18.02.2019 Markus Bußler

Achtung Barrick Gold und Newmont: Dieser Experte schlägt Alarm

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Newmont Mining
Trendthema

Diese Fusionen haben die Goldbranche mächtig durcheinander gewirbelt: Barrick Gold schnappt sich Randgold Resources und Newmont Mining will sich Goldcorp einverleiben. Der Drang, durch Fusionen die eigene Stellung zu stärken, ist nicht zu übersehen. Doch sind Mergers ein Allheilmittel? Nicht unbedingt, meint zumindest Nick Holland, CEO von Gold Fields.

Während der Präsentation der eigenen Jahreszahlen erklärte Holland, dass dieses Jahr weiter im Zeichen von Fusionen stehen wird. Zum einen seien der Mangel an Neuentdeckungen, nicht gebaute Projekte und ein Rückgang der Produktionsprofile ausschlaggebend für die Fusionswelle, die aktuell durch die Branche schwappt. Doch der CEO mahnte auch: Dies bedeute nicht zwangsläufig, dass es sofortige Vorteile für die Unternehmen gebe. Auch bei Gold Fields habe es nach der Gründung zwei bis fünf Jahre gedauert, um eine Unternehmenskultur zu etablieren.

Preise zu hoch?

Ein weiterer Punkt den Holland anmerkt: Es könnte durchaus sein, dass die Unternehmen nicht die Preise für Projekte, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören, erzielen könnten, die sich selbst vorgestellt haben. Ist eine solche Befürchtung gerechtfertigt? Auf den ersten Blick sicherlich, immerhin gibt es durch die beiden Fusionen einige Projekte, die zum Verkauf stehen. Aber erinnern wir uns: Barrick hat schon einige Projekte in den vergangenen Jahren verkauft – und alles, was man aus der Branche hört, deutet daraufhin, dass Barrick praktisch immer den Preis erhalten hat, den der Konzern gefordert hat.

Dass es nach einer derart großen Fusion, wie wir sie bei Barrick, aber auch bei Newmont sehen, zu einem Übergangsjahr kommen wird, ist klar. Auch das hatten wir an dieser Stelle schon öfter geschrieben. Die Integration kostet Zeit. Doch dass Barrick sich zwei bis fünf Jahre mit einer neuen Unternehmenskultur Zeit lässt, ist eher unwahrscheinlich. Schon jetzt ist die aggressivere Handschrift des neuen CEO Mark Bristow zu erkennen. Kurzum: Ganz unberechtigt sich die Bedenken von Holland nicht, man sollte sie aber auch nicht zu hoch hängen. Barrick hat mit Randgold einen guten Fang gemacht und auch die Übernahme von Goldcorp durch Newmont sollte sich auszahlen.