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Kupfer, Strom, USA: Dieser Hidden Champion dreht jetzt auf

 Kupfer, Strom, USA: Dieser Hidden Champion dreht jetzt auf
Foto: KI-generiert (Gemini 2.5 Flash Image)
Michael Schröder Heute, 12:32 ‧ Michael Schröder
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Der weltweite Stromhunger wächst überproportional – und mit ihm der Bedarf an Stromerzeugung und -übertragung. ASTA Energy ist bestens aufgestellt, um mit seinen kupferbasierten Herzstücken für Transformatoren und Generatoren von der hohen Nachfrage zu profitieren. Mit der bisher kaum beachteten Aktie können Anleger ihr Depot daher unter Strom setzen.

Als Zulieferer kupferbasierter Lösungen, die für Transformatoren und Generatoren unentbehrlich sind, liefert ASTA Energy zentrale Komponenten für moderne Energiesysteme. Im Detail dreht sich bei dem Markt- und Technologieführer seit über 200 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes vieles um Roebelstäbe – flache Kupferleiter für die Wicklungen großer Generatoren, die unter anderem in Wasserkraftwerken zum Einsatz kommen. Mehr dazu hier.

Die Nachfrage übersteigt derzeit die Kapazitäten. ASTA investiert daher und baut seine Kapazitäten an allen sechs Standorten in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Brasilien (zwei Standorte), China und Indien parallel aus.

Doch auch bei den Kunden tut sich einiges: Heute hat ASTA Energy mit der Virginia Transformer Corporation, einem der führenden nordamerikanischen Hersteller von Leistungstransformatoren, einen Langzeitvertrag (Long-Term Agreement, LTA) mit einer Laufzeit bis einschließlich 2029 abgeschlossen. Es ist der erste LTA der Gesellschaft für den US-Markt.

Langfristige Verträge mit Konzernen wie Siemens Energy, GE Vernova, Hitachi Energy und Andritz sorgen bereits für hohe Visibilität. „Viele dieser Partnerschaften bestehen seit Jahrzehnten. In dieser Zeit ist viel Vertrauen gewachsen“, erklärte Vorstand Karl Schäcke kürzlich gegenüber dem AKTIONÄR. „Der wichtigste Grund ist unsere Produktqualität. Unsere Produkte sind zentrale Komponenten in Transformatoren und Generatoren, die über viele Jahrzehnte zuverlässig laufen müssen. Ein Ausfall wäre für unsere Kunden und deren Kunden sehr teuer. Deshalb setzen sie auf einen Partner, bei dem sie sich auf die Qualität verlassen können – und genau das bieten wir.“

Der US-Markt ist für ASTA ein wichtiger Wachstumsmarkt: Netzausbau, steigender Strombedarf und der Zubau neuer Erzeugungskapazitäten treiben dort die Nachfrage nach Leistungstransformatoren. In einem Markt, in dem hohe Nachfrage auf begrenzte Produktionskapazitäten trifft, sichert sich die Virginia Transformer Corporation langfristig Liefermengen. „Der erste Langzeitvertrag in den USA mit einem Partner, der uns seit vielen Jahren vertraut, ist ein starkes Signal“, so der Firmenlenker.

Derzeit erzielt ASTA einen einstelligen Prozentsatz seines Konzernumsatzes in den USA. Die Aktivitäten vor Ort sollen nun aber ausgeweitet werden. In einem ersten Schritt eröffnet das Unternehmen im ersten Quartal 2027 ein eigenes Sales Office in den USA und verstärkt die Marktbearbeitung vor Ort deutlich. Mittel- bis langfristig bleibt eine eigene Fertigungspräsenz in den USA über eine Akquisition eine strategische Option.

„Eine Fertigung in den USA schließen wir für die Zukunft nicht aus – sie muss aber zu unseren Ansprüchen an Qualität und Rendite passen. Mit dem eigenen Sales Office rücken wir jetzt näher an unsere US-Kunden heran und beliefern sie aus unserem bewährten Produktionsnetzwerk“, erklärt der CEO.

Operativ ist das Unternehmen auf Kurs: Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 22,2 Prozent auf 435,8 Millionen Euro. Dabei erhöhte sich die bereinigte EBITDA-Marge auf 8,5 Prozent (Vorjahr: 6,7 Prozent). Der Gewinn mehr als verdoppelte sich auf 22,5 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr stellt der Vorstand einen Umsatz von mehr als 790 Millionen Euro in Aussicht (Vorjahr: 695,8 Millionen Euro). „Aussagekräftiger für unser operatives Geschäft sind aber die Net Value Sales, also der um die Kupferkosten bereinigte Umsatz. Hier rechnen wir mit mehr als 170 Millionen Euro“, so der CEO. Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Net Value Sales bei 98,4 Millionen Euro.

Hintergrund: Der Kupferpreis wird in der Regel an die Kunden weitergegeben. Dadurch kann der ausgewiesene Umsatz steigen oder fallen, obwohl ASTA gleich viele Produkte herstellt und die eigene Leistung unverändert bleibt. Die Net Value Sales ziehen die Kupferkosten ab und bilden damit besser den Umsatzanteil ab, der auf die eigene Verarbeitung und die Produkte entfällt.

Die Prognose für das bereinigte EBITDA sieht einen Wert von 60 bis 64 Millionen Euro vor. Daraus würde sich in der Mitte der Spanne eine Marge von 7,8 Prozent ergeben. Doch damit nicht genug: Bis 2028 dürften die Erlöse im Schnitt um rund 13,5 Prozent pro Jahr wachsen und dann die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten. Die Marge könnte in Richtung neun Prozent steigen. Ab 2027 dürfte auch der zuletzt schwächelnde Free Cashflow sprudeln. Mehr dazu hier. 

Asta Energy (WKN: A4214T)

Die Mischung bei ASTA Energy passt: Mit dem Ausbau der Kapazitäten schafft das Unternehmen die passenden Rahmenbedingungen, um den profitablen Wachstumskurs fortzusetzen. Auch der Ausbau der Aktivitäten in den USA passt gut ins Bild. Angesichts des erwarteten Gewinnwachstums und des jüngsten Rücksetzers im Chart hat die Aktie mit einem EV/EBIT-Verhältnis von 12 und einem 2027er-KGV von 16 Luft nach oben. Begleitet von einem anhaltend positiven Newsflow dürfte die Aktie daher schon bald aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und höhere Kursregionen ansteuern. Im Real-Depot wird daher bereits auf steigende Kurse gesetzt.

Hinweise auf Interessenkonflikte: Aktien von ASTA Energy befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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