17.03.2016 Maximilian Steppan

Windeln.de: Zahlen wie erwartet – Aktie rutscht ab

-%
WINDELN.DE
Trendthema

DER AKTIONÄR hat im Vorfeld der Jahreszahlen auf das Rückschlagpotenzial der Windeln.de-Aktie hingewiesen, falls das Unternehmen die Erwartungen der Analysten nicht übertrifft. Dieses Szenario ist eingetreten. Das Papier gibt die Wochengewinne ab und rutscht unter die 10-Euro-Marke.

Wie bei allen jungen Unternehmen im ECommerce-Bereich geht es bei Windeln.de vor allem darum die Umsätze zu steigern. Was das betrifft, überzeugte die Firma. Diese kletterten dank eines starken Schlussquartals im Gesamtjahr um 76 Prozent auf 179 Millionen Euro. Diese Entwicklung basiert auf der Verdopplung der Anzahl der aktiven Kunden auf rund eine Millionen. Der durchschnittliche Bestellwert pro Kunde betrug 90 Euro.

Auch die Einführung des Direktversands nach China macht sich bezahlt. 80 Prozent der chinesischen Kunden nutzen diesen. So erreichte der Deutsche Shop, über den auch das China-Geschäft abgewickelt wird, ein Umsatzvolumen von 140 Millionen Euro. Das Segment Internationale Shops, zu denen auch die akquirierten Online-Shops feedo und bebitus zählen, weist einen Umsatz von 21 Millionen Euro aus. Durch diese Expansion sieht Vorstandsmitglied Alexander Brand eine gute Basis für die weitere Skalierung des Geschäftsmodells geschaffen. Zudem soll das Geschäft außerhalb Deutschlands deutlich ausgeweitet werden.

Diese Aussagen spiegeln sich auch im Ausblick für 2016 wieder. Demnach erwartet der Onlinehändler für Baby- und Kinderprodukte einen Umsatzanstieg von rund 50 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge soll aber weiter im negativen Bereich, wenn auch minimal verbessert, bei minus 8 bis minus 6 Prozent (2015: minus 8,5 Prozent) liegen.

Aktie noch kein Kauf

Durch das vorgelegte Zahlenwerk verändert sich wenig an der Einschätzung des AKTIONÄR: Anleger steigen noch nicht ein, sondern warten die operative Entwicklung zunächst weiter ab und belassen die Aktie auf der Watchlist.