Der finnische Pharma-Konzern Orion bleibt auf einem dynamischen Wachstumskurs. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis haben die Nordeuropäer im zweiten Quartal kräftig steigern können. Als Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa, das Orion vor vielen Jahren an Bayer auslizenziert hat und inzwischen der Top-Seller im Pharma-Portfolio der Leverkusener ist.
Konzernweit kletterten die Umsätze von Orion zwischen April und Juni um gut ein Viertel auf 521,6 Millionen Euro (Schätzung: 505,3 Millionen Euro). Die Einnahmen aus den Nubeqa-Verkäufen respektive Meilensteinzahlungen (von Bayer) beliefen sich auf 236,8 Millionen Euro, hier hatten Analysten nur 221,3 Millionen Euro auf dem Zettel.
Besonders stark ist die Ergebnisentwicklung: Das EBIT schoss um 70 Prozent auf 175,8 Millionen Euro nach oben. Unter dem Strich verdiente Orion im zweiten Quartal exakt einen Euro je Aktie (Prognose: 0,96 Euro).
Guidance erhöht
Aufgrund der hervorragenden operativen Performance schraubt der Pharma-Konzern die unteren Bandbreiten der Guidance für 2026 nach oben. Die Erlöse sollen sich zwischen 2,00 und 2,10 Milliarden Euro einfinden (zuvor: 1,95 bis 2,10 Milliarden Euro). Der operative Gewinn wird nun zwischen 650 und 750 Millionen Euro erwartet. Zuvor wollte Orion hier einen Wert zwischen 600 und 750 Millionen Euro erreichen.
Die Aktie von Orion steigt nach den Zahlen um rund neun Prozent auf 75,00 Euro. Nur noch ein Wimpernschlag trennt den AKTIONÄR-Tipp von einem neuen Rekordhoch. Ein nachhaltiger Ausbruch aus der langen volatilen Trading-Range würde aus technischer Sicht schnell weiteres Kurspotenzial freisetzen.
An den Orion-Quartalszahlen gibt es nichts auszusetzen. Die Schätzungen für den Pharma-Konzern dürften steigen – und damit auch die Kursziele. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand. Leser liegen seit Erstvorstellung in Ausgabe 34/24 (exklusive Dividenden) gut 66 Prozent im Plus.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 12:11
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