Durch die jüngsten Angriffe der USA auf den Iran und dessen Gegenschläge sowie der erneuten Blockade der Straße von Hormus sind die Ölpreise wieder deutlich gestiegen. Dadurch erhöht sich die ohnehin üppige Gewinnmarge bei TotalEnergies weiter. Schließlich sind die Franzosen unter den großen Ölproduzenten das Unternehmen mit den geringsten Förderkosten.
Denn die Kosten pro produziertem Barrel Rohöl liegen bei TotalEnergies weiterhin unter den Ausgaben, die Exxon, Chevron, Shell oder BP tätigen müssen. Das aktuelle Niveau der Ölpreise von mehr als 80 Dollar bei Brent-Öl spielt dem Unternehmen nun natürlich zusätzlich in die Karten. Für das laufende Jahr wird mit einem stattlichen Nettogewinn von 24,4 Milliarden Euro gerechnet. Daraus errechnet sich ein KGV von gerade einmal 8.
Dementsprechend bleibt die Mehrheit der Analysten für die Aktie positiv gestimmt. So hat etwa RBC ihre Kaufempfehlung für den Dividendentitel bestätigt und sieht das Kursziel unverändert bei 85,00 Euro. Noch mehr Potenzial sieht indes das Analysehaus Jefferies. Deren Experte Mark Wilson stuft die Anteilscheine von TotalEnergies unverändert mit "Buy" ein. Den fairen Wert beziffert er weiterhin auf 93,00 Euro, woraus sich ausgehend vom aktuellen Kursniveau ein sattes Aufwärtspotenzial von 33 Prozent ergibt. Wilson geht indes davon aus, dass der französische Konzern am 23. Juli wenig spektakuläre, aber solide Ergebnisse vorlegen dürfte.
Die starke Marktstellung, die gute Kostenstruktur und die solide Bilanz spiegelt die aktuelle Bewertung der TotalEnergies-Aktie mit einem KGV von 8 für das laufende Jahr aktuell nicht wider. Die Dividendenperle bleibt daher ein Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 55,00 Euro belassen werden.
Heute, 09:11
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