Die Aktie des Radiopharmazie-Spezialisten konnte den jüngsten positiven Newsflow endlich in nachhaltig steigende Kurse ummünzen und auf den höchsten Stand seit März vergangenen Jahres klettern. Doch damit ist nach Ansicht des AKTIONÄR erst der Startschuss für eine Neubewertung gefallen. Mit der Beteiligung an PanTera hat Ion Beam Applications schließlich ein Ass im Ärmel.
Das Medizintechnik-Unternehmen ist der Weltmarktführer in der Protonentherapie und ein wichtiger Akteur in der aufstrebenden Radiopharmazie. Immer mehr radiopharmazeutische Produkte werden zugelassen, wodurch der Bedarf an Zubehör respektive Radioisotopen steigt. Die Markteintrittsbarrieren sind entsprechend hoch – und Ion Beam Applications kann hier auf eine 40-jährige Erfahrung zurückgreifen.
Eines dieser Radioisotopen, welches zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist Actinium-225. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Alphastrahler, der in der radiopharmazeutischen Krebstherapie in den kommenden Jahren einen besonderen Stellenwert einnehmen könnte.
In einem Joint Venture mit dem nuklearen Forschungszentrum SCK CEN, welches den Namen PanTera trägt, will Ion Beam Applications die großtechnische Produktion auf den Weg bringen. Im September 2024 konnten die Gesellschaften 93 Millionen Euro von namhaften Investoren wie EQT Life Sciences einsammeln. PanTera-Bewertung nach der Finanzspritze: etwa 280 Millionen Euro.
Der Anteil von Ion Beam Applications nach der Transaktion liegt bei 31,3 Prozent, was knapp 88 Millionen Euro entspricht. Selbst nach den jüngsten Kursgewinnen liegt die Marktkapitalisierung des Protonentherapie-Spezialisten bei nicht einmal 400 Millionen Euro.
Ion Beam Applications hat die besten Voraussetzungen, um im Bereich der aufstrebenden Radiopharmazie eine Schlüsselrolle einzunehmen. Nach Ansicht des AKTIONÄR wird das Potenzial in der derzeitigen Bewertung nur ansatzweise widergespiegelt. Mutige Anleger können weiter zugreifen.
09.01.2026, 07:59