Der dänische Wirkstoffforscher Gubra hat am Dienstag seine Strategie und Ziele bis zum Jahr 2030 vorgestellt. Auf dem R&D-Day in London gab das Unternehmen zudem einen Einblick in die klinische Entwicklungspipeline.
Das margenstarke Forschungsdienstleistungsgeschäft der Firma soll bis 2030 jährlich um zehn Prozent aus eigener Kraft zulegen. Damit will Gubra schneller als der breitere Markt für die präklinische Auftragsforschung wachsen.
Bis zum Wechsel der Dekade soll das Portfolio acht bis zehn klinische Wirkstoffkandidaten umfassen, die sowohl aus eigenen, partnerschaftlichen als auch Venture-Programmen bestehen sollen. Mit "Gubra Ventures" will die Gesellschaft zudem in neue Therapiegebiete expandieren.
Bisher lag ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten des Unternehmens auf dem Adipositas-Markt. Das mit am weitesten fortgeschrittene Projekt, welches im vergangenen Frühjahr an AbbVie auslizenziert wurde (vormals GUBamy), befindet sich derzeit in der Phase 2 der klinischen Entwicklung. Ein weiteres Adipositas-Programm mit dem deutschen Pharma-Konzern Boehringer Ingelheim ist ebenfalls in der Phase 2.
GUB-UCN2 als Chance
Große Stücke setzt Gubra weiterhin auf den Wirkstoff GUB-UCN2 (Urocortin-2), mit dem die Dänen einen "gesunden Gewichtsverlust" anstreben. Erste präklinische Daten sind vielversprechend, ein Phase-1/2a-Programm läuft. Perspektivisch könnte der Wirkstoffforscher den Hoffnungsträger ebenfalls an einen Pharma-Partner auslizenzieren und damit das Asset durch Vorauszahlungen, Meilensteinzahlungen und im Erfolgsfall durch Tantiemen monetarisieren.
Die Aktie verbuchte am heutigen R&D-Day klare Zugewinne und konnte sich damit wieder etwas von den Verlaufstiefs lösen. Es bleibt dabei: Gubra hat viele Pfeile im Köcher, die langfristig verborgene Werte heben können – und damit für steigende Notierungen. Der Titel bleibt für mutige Anleger mit Weitblick einer der aussichtsreichsten Biopharma-Nebenwerte in Europa.
Heute, 18:33
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