Der US-amerikanische Pharma-Riese hat zum Start in die neue Handelswoche erneut zugeschlagen. Für einen Milliarden-Dollar-Betrag sichert sich Eli Lilly die Dienste von Merida Biosciences, einer nicht börsennotierten Biotech-Gesellschaft mit einem Fokus auf die Allergologie und Autoimmunerkrankungen.
Die Amerikaner legen für den nächsten Zukauf bis zu 2,875 Milliarden Dollar auf den Tisch. Die Summe enthält neben einer Vorauszahlung auch bedingte Meilensteinzahlungen.
Eli Lilly geht mit dem Zukauf ins Risiko, denn die Entwicklungsprogramme von Merida Biosciences befinden sich noch in einem frühen Stadium.
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— Michel Doepke (@doepke_michel) August 31, 2026
Durch die Übernahme sichert sich der wertvollste börsennotierte Pharma-Konzern der Welt allerdings eine hochinteressante Antikörper-Engineering-Plattform. Diese wurde demnach von Merida Biosciences so konzipiert, um eine präzise und dauerhafte Entfernung krankheitsverursachender Antikörper zu ermöglichen und gleichzeitig die normale Immunfunktion zu erhalten.
Erste Phase-1-Daten hätten gezeigt, dass MER511 eine deutliche Reduktion pathogener thyreoidstimulierender Antikörper bewirkte und dabei ein günstiges vorläufiges Sicherheitsprofil aufwies, so Eli Lilly.
Die Akquisition von Merida Biosciences folgt auf zahlreiche Übernahmen, die der Pharma-Riese allein in diesem Jahr angekündigt hat (Beispiele: Ventyx Biosciences, Centessa oder drei Impfstofffirmen auf einen Schlag). Eli Lilly kann sich diese "Shoppingtour" allerdings auch leisten: Die auf Tirzepatid basierenden Produkte Mounjaro (Diabetes) und Zepbound (Adipositas) werden förmlich aus den Regalen gerissen. Allein im zweiten Quartal generierte der Wettbewerber von Novo Nordisk mit den beiden Medikamenten rund 15 Milliarden Dollar Umsatz.
Eli Lilly lässt nicht locker und bestückt seine Entwicklungspipeline mit weiteren aussichtsreichen Assets und Technologien. Die Aktie ist allerdings nach wie vor sehr sportlich bewertet, die Anteile von Novo Nordisk erhalten den Vorzug. Hier sollten Anleger jedoch etwas Geduld mitbringen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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