Der Pharma-Riese Eli Lilly schwimmt allen voran mit seinen Tirzepatid-basierten Appetitzüglern Mounjaro (Diabetes) und Zepbound (Adipositas) auf einer dynamischen Erfolgswelle. Doch darauf ruht sich die Gesellschaft nicht aus. Mit der nächsten milliardenschweren Übernahme wird das Entwicklungsportfolio ausgebaut.
Eli Lilly streckt seine Fühler nach Centessa Pharmaceuticals aus. Zunächst legt das Pharma-Unternehmen 6,3 Milliarden Dollar respektive 38,00 Dollar pro Papier von Centessa auf den Tisch. Weitere bis zu 1,5 Milliarden Dollar könnten folgen, wenn bestimmte Meilensteine erreicht werden. Die maximale Zusatzzahlung unterteilt sich wiederum in drei Teile, die 9,00 Dollar je Centessa-Aktie ausmachen könnten.
Der Aufkäufer Eli Lilly strebt das Closing der Akquisition im dritten Quartal 2026 an. Centessa-Aktionäre können sich indes über einen Aufschlag von gut 40 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der zurückliegenden 30 Tage freuen.
Durch die Übernahme strebt der Pharma-Konzern den Ausbau des Neurowissenschaften-Portfolios im Bereich der Schlafmedizin an. Vor allem auf den OX2R-Agonisten (ORX750) von Centessa hat Eli Lilly ein Auge geworfen. Der Wirkstoff habe demnach vielversprechende Aussichten auf eine deutliche Verbesserung der Behandlungsergebnisse bei einer Reihe von Schlaf-Wach-Störungen.
Erst zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass Eli Lilly einen milliardenschweren KI-Deal mit Insilico Medicine eingefädelt hat (DER AKTIONÄR berichtete). Zu Jahresbeginn kündigten die Amerikaner zudem die milliardenschwere Übernahme von Ventyx Biosciences an.
Eli Lilly bleibt umtriebig und investiert massiv in den Ausbau der eigenen Entwicklungspipeline. Ob sich die milliardenschwere Übernahme von Centessa auszahlen kann, wird die Zeit zeigen. Die Aktie von Eli Lilly ist für den AKTIONÄR nach wie vor zu sportlich bewertet.
Heute, 14:06