Der Markt für neuartige Diabetes- und Abnehmmedikamente wird weiterhin von Eli Lilly und Novo Nordisk dominiert. Die Amerikaner konnten in der vergangenen Woche eine weitere Zulassung verbuchen, womit der Druck auf den dänischen Wettbewerber abermals ein Stück erhöht wird.
Eli Lilly hat für seinen Kassenschlager Mounjaro (Tirzepatid) die erweiterte Zulassung zur Senkung des kardiovaskulären Risikos bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes erhalten. Der Blockbuster sei der erste und einzige GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist, der nachweislich das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulären Tod bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mit einem hohen Risiko für diese Ereignisse senke (zusätzlich zu seinen bereits nachgewiesenen Vorteilen hinsichtlich des HbA1c-Werts und der Gewichtsabnahme), so der amerikanische Pharma-Konzern.
Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der sogenannten SURPASS-CVOT-Studie. Es handelt sich hierbei um die bisher größte Studie mit dem Wirkstoff Tirzepatid, die sich über mehr als viereinhalb Jahre erstreckt und mehr als 13.000 Teilnehmer in 30 Ländern eingeschlossen hat.
Das Diabetes-Mittel Mounjaro ist das umsatzstärkste Medikament im Produktportfolio von Eli Lilly. Im zweiten Quartal steuerte der Blockbuster allein knapp zehn Milliarden Dollar von 23 Milliarden Dollar Umsatz bei. Zusammen mit dem ebenfalls auf Tirzepatid basierenden Zepbound (Adipositas) generierten die Amerikaner 15 Milliarden Dollar – in einem einzigen Quartal.
Die Zulassungserweiterung könnte die Nachfrage nach Mounjaro ein weiteres Stück ankurbeln. Klar ist: Eli Lilly hat die Marktführerschaft im Bereich der GLP-1-basierten Diabetes- respektive Adipositas-Medikamente übernommen und den First Mover Novo Nordisk überholt. Der Chartverlauf der zurückliegenden beiden Jahre spricht Bände.
Eli Lilly kann einen weiteren Zulassungserfolg verbuchen, der vom Markt allerdings erwartet wurde. Für den AKTIONÄR ist die Aktie von Eli Lilly trotz des dynamischen Wachstums zu sportlich bewertet. Stattdessen können Anleger mit Weitblick auf ein Comeback von Novo Nordisk setzen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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