So schnell kann sich das Blatt wenden: Anfang September markierte die Aktie des Pharma-Riesen Novartis noch ein frisches Rekordhoch an der Heimatbörse. Am Dienstag dann die kalte Dusche: Mit einem prozentual zweistelligen Kurseinbruch quittierten Anleger die jüngsten Forschungsrückschläge.
Nach Studienstopps im Bereich der CAR-T-Zelltherapien zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen aufgrund von Todesfällen sorgten vor allem zwei negative Phase-3-Studien für lange Gesichter. Erst scheiterte Pelacersen bei dem Versuch, das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse zu senken.
Noch schwerer wiegt allerdings der Studienflop mit Del-Desiran zur Behandlung der myotonischen Dystrophie Typ 1 (DM1). Hierbei handelt es sich um eine fortschreitende neuromuskuläre Erkrankung mit hohem ungedecktem Bedarf und ohne zugelassene Behandlungsmöglichkeiten. Novartis hat sich den Wirkstoff erst im vergangenen Jahr durch die milliardenschwere Übernahme von Avidity ins Entwicklungsportfolio geholt.
Der Markt zweifelt inzwischen stark daran, ob Novartis die am Dienstag bestätigte Mittelfristprognose (jährliches Umsatzplus von fünf bis sechs Prozent bis 2030) überhaupt halten kann. Der Druck auf Firmenlenker Vas Narasimhan und sein Team wächst und könnte in Sachen M&A nach den Studienrückschlägen wieder aktiver werden. DER AKTIONÄR stellt drei Kandidaten vor, die ins Beuteschema der Schweizer passen könnten.
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