Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat am Morgen seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und hier wieder positive Signale senden können. Bei allen wichtigen Kennzahlen konnte das Unternehmen die Erwartungen übertreffen. Die Aktie reagiert im frühen Handel mit deutlichen Aufschlägen.
Novartis hat im zweiten Quartal deutlich besser abgeschnitten als nach dem schwachen Jahresauftakt zu erwarten war. Trotz des weiter spürbaren Drucks durch Generika legte der Schweizer Pharmakonzern bei der Zahlenvorlage am Dienstag robuste Resultate vor und hält an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest.
Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar. Auf Basis konstanter Wechselkurse stand noch ein Plus von einem Prozent zu Buche. Damit gelang Novartis nach dem Minus im ersten Quartal die Rückkehr auf den Wachstumspfad. Damals hatten neue Generika für mehrere wichtige Blockbuster das Geschäft noch belastet.
Beim operativen Ergebnis musste das Unternehmen dagegen einen leichten Rückgang hinnehmen: Es sank um zwei Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Dollar. Der Konzerngewinn fiel unter dem Strich von 4,0 auf fast 3,3 Milliarden Dollar zurück. Als Ursachen nannte Novartis vor allem höhere Ertragssteuern und einen gestiegenen Zinsaufwand.
Besonders stark fiel hingegen der bereinigte Kern-Betriebsgewinn aus. Dieser lag mit gut 5,9 Milliarden Dollar auf Vorjahresniveau und übertraf den Analystenkonsens von 5,3 Milliarden Dollar klar. Das Kern-EPS lag mit 2,41 Dollar je Aktie ebenfalls klar über den Prognosen von 2,17 Dollar.
Vas Narasimhan, CEO of Novartis, kommentierte: „Novartis hat ein solides zweites Quartal erzielt und ist dank der anhaltenden Dynamik von Kisqali, Kesimpta, Scemblix und Pluvicto wieder auf Wachstumskurs beim Umsatz zurückgekehrt. Wir sind ermutigt durch die frühe Entwicklung unserer jüngsten Markteinführungen, Rhapsido bei CSU und Itvisma. Zudem haben wir bedeutende Fortschritte in unserer Pipeline erzielt, hervorgehoben durch aktualisierte Daten zum Gesamtüberleben von Kisqali bei frühem Brustkrebs sowie den Antrag auf beschleunigte FDA-Zulassung für del-zota bei DMD. Für die zweite Jahreshälfte liegen mehrere wichtige Studienergebnisse vor uns, und wir sind weiterhin auf Kurs, unsere Prognose für das Gesamtjahr sowie unseren mittelfristigen Ausblick zu erfüllen.“
Die Aktie von Novartis gewinnt im frühen Handel bei Lang & Schwarz gut zwei Prozent auf 134,10 Euro. AKTIONÄR-Leser können sich freuen. Sie liegen seit der Empfehlung gut 80 Prozent im Plus. Hier gilt: Gewinne laufen lassen. Nicht zu verachten außerdem: Novartis ist ein starker Dividendenzahler. Die Rendite beträgt derzeit 3,0 Prozent. Ohnehin entwickeln sich Schweizer Aktien derzeit stark. Der Schweiz Index des AKTIONÄR notiert nur knapp unter seinem Jahreshoch. Alle wichtigen Infos zum Index und zu den Investmentmöglichkeiten finden Sie hier.
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