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01.10.2020 Marion Schlegel

Dividenden-Perle Novartis: Goldman Sachs sieht 36-Prozent-Chance

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Novartis

Novartis hat neue Studienergebnisse zu seiner Genersatztherapie Zolgensma vorgelegt. So bestätigten die Daten aus der laufenden Phase-3-Studie (STR1VE-EU), dass Patienten mit spinaler Muskelatrophie (SMA) Typ 1 weiterhin einen signifikanten therapeutischen Nutzen aus dieser einmaligen Behandlung ziehen, wie der Pharmakonzern am Donnerstag in Basel mitteilte.

Zu den Vorteilen gehörten ein ereignisfreies Überleben, rasche und anhaltende Verbesserung der motorischen Funktion und das Erreichen motorischer Meilensteine. Dies treffe auch auf Patienten zu, die zum Zeitpunkt der Behandlung an einer aggressiveren Erkrankung litten.

Bei SMA handelt es sich um eine seltene, genetisch bedingte neuromuskuläre Erkrankung, die durch das Fehlen eines funktionellen SMN1-Gens verursacht wird und zum progressiven und irreversiblen Verlust motorischer Neuronen führt. Dadurch werden die Muskelfunktionen, einschließlich Atmung, Schlucken und Grundbewegung, beeinträchtigt.

In den USA ist die Therapie seit Mai 2019 zugelassen, in Japan und Europa seit diesem Jahr. Den Preis für diese einmalige Behandlung hat Novartis auf etwas mehr als zwei Millionen Dollar festgesetzt, womit die Therapie die teuerste weltweit ist.

Die Aktie von Novartis kommt allerdings weiterhin einfach nicht in die Gänge. Zuletzt ist das Papier am Ausbruchsversuch über die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie gescheitert. DER AKTIONÄR bleibt aber langfristig weiterhin zuversichtlich – wie auch die US-Investmentbank Goldman Sachs. Diese hat zuletzt die Einstufung der Aktie auf der „Conviction Buy List“ mit einem Kursziel von 109 Schweizer Franken bestätigt. Die US-Bank lobte insbesondere die Ergebnisse von Canakinumab bei der Behandlung von Lungenkrebspatienten. Nicht zu vergessen: Novartis ist ein starker Dividendenzahler: derzeit beträgt die Rendite 3,7 Prozent. Vorsichtige Anleger warten allerdings den erfolgreichen Sprung über die 200-Tage-Linie ab.

(Mit Material von dpa-AFX)