Bristol Myers Squibb baut seine Pipeline mit einem milliardenschweren Deal in China aus: Der US-Pharmariese hat mit Hengrui Pharma eine globale Forschungs- und Entwicklungsallianz geschlossen, deren Gesamtvolumen sich auf bis zu 15,2 Milliarden Dollar belaufen kann. Im Fokus stehen neue Therapien aus den Bereichen Krebs, Hämatologie und Immunologie.
Die Zusammenarbeit umfasst insgesamt bis zu 13 Programme. Geplant ist die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von vier Onkologie- und Hämatologieprojekten von Hengrui, vier Immunologie-Kandidaten von Bristol Myers sowie fünf weiteren Wirkstoffprogrammen, die erst noch entdeckt werden sollen.
Die Rechteaufteilung ist klar geregelt: Bristol Myers erhält die exklusiven weltweiten Vermarktungsrechte für die von Hengrui entwickelten Wirkstoffe außerhalb von Festlandchina, Hongkong und Macau. Hengrui wiederum sichert sich die Exklusivrechte für die von Bristol Myers entwickelten Projekte innerhalb dieser Regionen. Außerhalb Chinas bleiben die Rechte bei den Amerikanern.
Für Hengrui ist die Vereinbarung finanziell äußerst attraktiv: Das Unternehmen erhält zunächst bis zu 950 Millionen Dollar. Darin enthalten sind eine Sofortzahlung von 600 Millionen Dollar sowie weitere Zahlungen von jeweils 175 Millionen Dollar in den Jahren 2027 und 2028. Zusätzliche erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Optionen aus gemeinsamen Forschungsprojekten könnten den Gesamtwert der Kooperation auf bis zu 15,2 Milliarden Dollar steigern.
Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Zudem soll Hengrui gestaffelte Lizenzgebühren auf Verkäufe außerhalb der eigenen Märkte erhalten.
Die Aktie von Bristol Myers Squibb hat seit November vergangenen Jahres eine starke Aufholjagd hingelegt. Am 2025er-Hoch bei 63,33 Dollar ist das Papier jedoch erst einmal hängen geblieben. Derzeit befindet sich die Aktie im Konsolidierungsmodus. Gelingt jedoch der Sprung darüber, wäre dies ein neues Kaufsignal für die Aktie. Anleger belassen das Papier auf der Watchlist. Nicht zu verachten ist die starke Dividendenrendite von derzeit 4,5 Prozent. Favorit des AKTIONÄR im US-Pharmasektor bleibt aber Merck & Co. Auch Merck ist ein starker Dividendenzahler und liefert derzeit eine Rendite von 3,0 Prozent.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Merck & Co..
Heute, 09:50