BioNTech ist im Patentstreit gegen Moderna vor Gericht gezogen. Das Mainzer Biotech-Unternehmen hat beim Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware Klage eingereicht und wirft dem US-Konzern vor, mit seinem neuen Covid-19-Impfstoff „mNEXSPIKE“ Schutzrechte zu verletzen.
Konkret geht es um eine Technologie für ein verbessertes mRNA-Design, das auch bei Comirnaty – entwickelt mit Partner Pfizer – zum Einsatz kommt. Diese Technik ermöglicht eine geringere Dosierung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Modernas Vakzin der nächsten Generation 2025 zugelassen.
Der Fall reiht sich in eine Serie juristischer Auseinandersetzungen ein. Bereits 2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen angeblicher Patentverstöße verklagt – das Verfahren läuft weiterhin. Zudem klagte zuletzt Bayer gegen Pfizer, BioNTech und Moderna. Im Zentrum der Branche stehen milliardenschwere Impfstoffe und mögliche Lizenzansprüche. Moderna kündigte an, sich gegen die neue Klage zu wehren.
Die Aktien von Moderna laufen derweil derzeit gut. Das Papier konnte in den vergangenen Tagen deutlich zulegen, nachdem es positive Nachrichten von der US-Zulassungsbehörde FDA gab. Der Antrag auf Zulassung des mRNA-basierten Grippeimpfstoffs wird nun doch geprüft. Zuvor hatte die Behörde die Einreichung abgelehnt. Eine Entscheidung soll bis zum 5. August fallen. Bei einer Genehmigung könnte der Impfstoff noch rechtzeitig zur kommenden Grippesaison verfügbar sein.
Aber auch die Aktie von BioNTech zeigt sich derzeit robust. Hier fehlt es derzeit allerdings an Nachrichten, die nachhaltig Unterstützung bieten könnten.
Charttechnisch präsentiert sich Moderna derzeit sehr stark. Hier könnte durchaus bald ein Angriff auf das bisherige Jahreshoch erfolgen. Langfristig favorisiert DER AKTIONÄR in Sektor aber weiterhin den deutschen Konkurrenten BioNTech. Insbesondere im Bereich Onkologie hat BioNTech spannende Projekte in der Pipeline. BioNTech muss bei den in den kommenden Monaten anstehenden Studienergebnissen aber auch punkten. Hier ist Geduld gefragt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech, Moderna.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
Heute, 08:55