Die Biotech-Gesellschaft Cytokinetics hat die lang ersehnten Phase-3-Ergebnisse von Aficamten aus der "ACACIA-HCM"-Studie vorgelegt und die Marktteilnehmer nicht enttäuscht. Die primären Studienziele konnten erreicht werden. Zur Stunde legt die laufende AKTIONÄR-Empfehlung um gut ein Fünftel zu und steigt damit auf ein neues 52-Wochen-Hoch.
Cytokinetics untersuchte in der Studie Aficamten bei Patienten mit symptomatischer nicht-obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie (HCM). Die Amerikaner konnten beide primären Endpunkte erreichen und bei allen wichtigen sekundären Endpunkten durchweg positive Ergebnisse einfahren.
Der Studienerfolg ist für Cytokinetics von besonderer Bedeutung: Denn der Wettbewerber Bristol Myers Squibb ist mit Mavacamten (Camzyos) einst in dieser Indikation im Rahmen der Phase-3-Studie "ODYSSEY-HCM" gescheitert.
Camzyos und Aficamten (Handelsname: Myqorzo) sind beide zur Behandlung von Erwachsenen mit hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie (HOCM) zugelassen. Cytokinetics könnte nicht nur eine Zulassungserweiterung bekommen, sondern auch aufgrund der weiteren positiven Ergebnisse perspektivisch den Vorzug gegenüber dem Produkt von Bristol Myers Squibb in der anderen Indikation erhalten.
Myqorzo hat erst Ende des vergangenen Jahres die Zulassung in den USA erhalten. Inzwischen liegt die Vertriebsgenehmigung in der EU vor, der Launch soll im Q2 erfolgen. Auch in China ist das Mittel zugelassen, wo Cytokinetics mit Sanofi zusammenarbeitet. In Japan wiederum hat sich Bayer eine exklusive Zusammenarbeit mit Cytokinetics für Aficamten gesichert.
Nach US-Börsenschluss steht bereits das nächste Highlight bei der Biotech-Schmiede auf der Agenda: Cytokinetics wird die Zahlen für das erste Quartal vorlegen.
Die Story von Cytokinetics geht voll auf: Mitte August vergangenen Jahres hatte DER AKTIONÄR zum Kurs von gerade einmal 32,20 Euro zum spekulativen Einstieg geraten. Heute werden bereits gut 70 Euro pro Papier auf den Tisch gelegt. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand – die positiven Daten dürften erneut Übernahmegerüchte um das Unternehmen befeuern.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 14:46