Die Bayer-Aktie befindet sich weiter im Rally-Modus. Am Mittwoch schoss das Papier auf der Handelsplattform Xetra um sieben Prozent auf 41,67 Euro nach oben. Positive Impulse gehen von Neuigkeiten zur Pharma-Division aus, die sich ab 2027 wieder auf Wachstumskurs befinden soll. Indes wartet der Markt weiterhin auf eine richtungsweisende Entscheidung vom obersten US-amerikanischen Gerichtshof.
Der DAX-Konzern sieht die Pharmasparte wegen des Erfolgs noch junger Medikamente und geplanter Verkaufsstarts neuer Arzneien 2027 wieder auf Wachstumskurs. "Wir haben jetzt fünf große Blockbuster-Kandidaten", sagte der Sparten-Chef Stefan Oelrich im Zuge der Healthcare-Konferenz von JPMorgan der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. In den kommenden Jahren bis in die 2030er Jahre hinein erwartet der Manager auch daher "extrem gutes" Wachstum.
Vor allem das Prostatakrebsmedikament Nubeqa steht vor weiteren Zuwächsen. Von der starken Entwicklung profitiert auch der AKTIONÄR-Tipp Orion. Der finnische Pharma-Konzern hat den Blockbuster vor geraumer Zeit an Bayer auslizenziert und erwartet gegen Ende der Dekade Nubeqa-Einnahmen von gut einer Milliarde Euro (DER AKTIONÄR berichtete).
Wird der Durnell-Fall angenommen?
Bayer kann sich Hoffnung auf ein günstiges Grundsatzurteil des höchsten US-Gerichts im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter machen, seit der sogenannte Solicitor General - eine Art Generalanwalt der US-Regierung - den Antrag des Konzerns auf Prüfung eines Falls durch den US Supreme Court unterstützt hatte. Es geht um die Frage, ob Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Glyphosat-Verkauf über dem Recht von Bundesstaaten steht. Konkret geht es hier um den Fall John Durnell.
Das Thema stand bereits vergangenen Freitag auf der Tagesordnung des Supreme Courts. Eine Entscheidung, ob der Fall zur Prüfung angenommen wird, ist immer noch nicht gefallen. Am morgigen Freitag dürfte der Rechtsstreit erneut auf der Tagesordnung landen. Wenn am Freitag keine Entscheidung bekanntgegeben wird, könnte dies am kommenden Dienstag der Fall sein (Montag ist Feiertag in den USA).
Die Bayer-Aktie hat in den zurückliegenden Wochen bereits eine mögliche Annahme des Glyphosat-Rechtsstreits größtenteils eingepreist. Wird der Durnell-Fall hingegen nicht vom Supreme Court angenommen, droht ein massiver Rückschlag beim DAX-Titel. In Ausgabe 49/25 vom 28. November 2025 wurde ein Discount-Call auf Bayer mit der WKN UG8QQ9 vorgestellt und liegt satt im Plus. Das Derivat bleibt allenfalls eine Halteposition, der Stopp kann noch bei 1,40 Euro belassen werden.
Enthält Material von dpa-AFX
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Heute, 07:25