Die Tesla-Aktie zählt im US-Handel am Montag zu den größten Gewinnern. Das Papier des Elektroautobauers legte zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent zu – Auslöser war vor allem ein Wochenend-Post von Firmenchef Elon Musk auf seiner Plattform X.
- Elon Musk kündigt massiven Solarausbau bei Tesla und SpaceX an – je 100 Gigawatt Jahreskapazität geplant.
- Teslas Energie-Segment mit Solar und Batteriespeicher soll zum wichtigen Profiteur des KI-Rechenzentrum-Booms werden.
- Die Bewertung bleibt extrem hoch: KUV von 12, KGV 2027 von knapp 200.
Musk antwortete auf einen Beitrag über Pläne von SpaceX, eigene Gasturbinenschaufeln herzustellen, um einen Engpass beim Bau von Rechenzentren zu beseitigen. Er schrieb, dass sowohl SpaceX als auch Tesla jeweils Solarkapazitäten von 100 Gigawatt pro Jahr aufbauen – „so schnell wie möglich".
Da dieser Prozess mehrere Jahre in Anspruch nehme, sei Erdgas als Brückentechnologie in der Zwischenzeit unverzichtbar. Den zentralen Flaschenhals sieht Musk in der aufwendigen Fertigung von Gasturbinenschaufeln im Gussverfahren.
Durch den Aufbau eigener Gusskapazitäten bei SpaceX soll die Inbetriebnahme neuer Gasturbinen um bis zu 18 Monate beschleunigt werden – laut Musk ein „tiefgreifender Game-Changer".
Für Tesla-Aktionäre ist das aus einem bestimmten Grund relevant: Das Energie-Segment des Konzerns produziert Solarmodule und Batteriespeicher – beides Schlüsseltechnologien für die rasant wachsende Rechenzentrumsinfrastruktur rund um Künstliche Intelligenz.
Während das Kerngeschäft mit Elektroautos seit zwei Jahren spürbar schwächelt, gewinnt dieser Geschäftsbereich zunehmend an strategischer Bedeutung. Solar- und Speicherlösungen von Tesla könnten eine wichtige Rolle dabei spielen, die Stromnetze zu entlasten, während immer mehr Rechenzentren ans Netz gehen und der Energiehunger der KI-Industrie weiter steigt.
Doch bei aller Fantasie, die Musk einmal mehr entfacht, bleibt die Bewertung der Tesla-Aktie extrem ambitioniert: Das KUV liegt bei rund 12, das KGV für das Jahr 2027 bei knapp 200. In der Aktie ist damit bereits sehr viel Wachstum eingepreist. Tesla ist derzeit keine laufende Empfehlung bei DER AKTIONÄR.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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