7 Chancen auf 111 Prozent
26.07.2019 Jan Paul Fori

So will Daimler den Vertrieb jetzt stärken

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Daimler

Der Elektroautobauer Tesla hat gezeigt: Es braucht nicht unbedingt physische Verkaufsräume, um einen Neuwagen zu verkaufen – eine Online-Seite genügt. Da durch diesen Vertriebsweg ein Großteil der Vertriebskosten eingespart werden kann, könnte dieses Modell nun auch beim Premiumhersteller Daimler Schule machen.

Wer es schon einmal getan hat, weiß: Der Neuwagenkauf gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Oft gibt es große Preisunterschiede zwischen der Online-Bestellung und dem Kauf beim ortsansässigen Autohaus. 

Neuer Plan neues Glück?

Die Vertriebsvorständin von Daimler, Britta Seeger, will dem nun entgegensteuern und stellte dazu vor kurzem die neuen Vertriebspläne in Den Haag vor. Demnach will Daimler bis 2025 rund 25 Prozent aller verkauften Fahrzeuge online absetzen. Zudem soll ein Mercedes-Neuwagen zukünftig überall das Gleiche kosten, egal ob on- oder offline gekauft und der gesamte Kaufvorgang bequemer werden.  

Daimler (WKN: 710000)

Derzeit hellt sich das Bild bei den Auto-Aktien insgesamt weiter auf. Nachdem die Unterstützung bei 44,89 Euro verteidigt werden konnte und der DAX-Titel inzwischen einen knackigen Rebound eingelegt hat, steht nun ein Angriff auf den Widerstand bei 50,63 Euro an. Sollte dieser geknackt werden, ist die 200-Tage-Linie bei 50,86 Euro das nächste Ziel. Dass die Daimler-Aktie diese Hürden in einem Durchmarsch überwindet, ist allerdings nicht zu erwarten. Es ist weiterhin Geduld gefragt. 

Sollte es Daimler gelingen, die angestrebte Verkaufsquote von 25 Prozent über den Online-Vertrieb zu erreichen, würde dies Kosteneinsparungen bedeuten und könnte der Aktie somit langfristigen Aufschwung verleihen. Sollte der Aktie der nachhaltige Sprung über die 200-Tage-Linie gelingen, würde dies zudem ein neues Kaufsignal liefern. Bereits investierte Anleger halten daher an ihren Papieren fest. 


Hinweis: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.