Mit einem Plus von rund sieben Prozent setzt die Aktie von SMA Solar ihre Rally am Mittwoch fort und erreicht einmal mehr ein neues Mehrjahreshoch. In der Branche stehen Berichte über mögliche Exportbeschränkungen durch China im Fokus. Der SDAX-Konzern wird hier als Profiteur gesehen.
Laut einem Reuters-Bericht denkt China darüber nach, die Ausfuhr von Solartechnologie einzuschränken, um die Vormachtstellung in dem Bereich zu sichern. Der Plan soll sich vor allem gegen die USA stellen und verhindern, dass Unternehmen günstig an Ausrüstung und Fachwissen kommen. Zuletzt hatten etwa Elon Musk mit Tesla oder auch Unternehmen wie Amazon und Google ihre Pläne zum Aufbau einer eigenen Energieproduktion vorangetrieben.
Sollte es wirklich zu Verboten kommen, dürfte dies Folgen für die Solarfertigung in den USA haben. Projekte, die auf Ausrüstung aus China angewiesen sind, könnten unter Druck geraten, was für Zulieferer wie Enphase oder SolarEdge potenziell Lieferkettenrisiken und Margendruck bedeuten könnte. Zudem dürften chinesische Anbieter mit US-Geschäft wie JinkoSolar leiden.
Ein großer Profiteur wäre dagegen First Solar als US-Solarmodulhersteller. Und auch SMA Solar wird am Markt als Gewinner gehandelt, da der Konzern mit seinen Produkten als Alternative zu chinesischen Anbietern gilt – und SMA als europäischer Anbieter nicht direkt von den Streitigkeiten zwischen den USA und China betroffen ist.
SMA Solar bleibt gefragt. In wie weit der Konzern wirklich von der China-Thematik profitieren kann, muss sich zwar noch zeigen. Doch der weltweit steigende Energiehunger bei gleichzeitig sehr hohen Ölpreisen sorgt so oder so dafür, dass die Nachfrage nach den Lösungen des Solarkonzern groß bleibt. DER AKTIONÄR setzt im AKTIONÄR-Depot weiter auf steigende Kurse – seit dem Kauf im Dezember steht bereits ein Plus von 45 Prozent zu Buche.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der SMA Solar befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 15:54