Eine Berg- und Talfahrt legt die Aktie von Siemens Energy am Mittwoch im Anschluss an die Quartalszahlen hin. Der Energietechnikkonzern konnte zwar sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich zulegen und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Dennoch drehte der DAX-Titel nach frühen Kursgewinnen zwischenzeitlich sogar ins Minus. Mittlerweile sind auch die ersten Stimmen da.
Siemens Energy habe deutlich profitabler gewirtschaftet als erwartet, ordnet Analyst Lucas Ferhani von Jefferies die Zahlen ein. Beim Auftragseingang habe vor allem die Sparte Gas Services überzeugt. Mittlerweile belaufe sich der Auftragsbestand schon auf 95 Gigawatt Leistung. 6,4 Prozent habe der Auftragseingang bei den Gasturbinen über dem Konsens gelegen, ergänzt Richard Dawson von Berenberg.
Lob gab es von Bernstein-Experte Alasdair Leslie auch für die Profitabilität von Siemens Energy. Es gebe keinen Anlass für Skepsis fasst Phil Buller von JPMorgan zusammen. Der Konzern habe auf breiter Fron die Erwartungen übertroffen.
Damit ist die Konsensmeinung klar: Siemens Energy hat überzeugt und bleibt auf Kurs. Der Konzern hatte den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro gesteigert und das Ergebnis vor Sondereffekten um mehr als das Dreifache auf 1,6 Milliarden Euro verbessert. Sämtliche Geschäftsbereiche steuerten Verbesserungen bei. Für das Gesamtjahr rechnet das Management weiter mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent und einer Ergebnismarge vor Sondereffekten von zehn bis zwölf Prozent. Allerdings soll tendenziell das obere Ende der Margenspanne erreicht werden.
Siemens Energy hat abgeliefert. Die Auftragslage spricht dafür, dass die Wachstumsstory weitergeht. Die Aktie dürfte bald wieder nachhaltig Fahrt aufnehmen und bleibt für Anleger attraktiv.
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