Siemens Energy setzt seinen starken Lauf fort. Im dritten Quartal übertraf der Energietechnikkonzern mit kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen. Für den größten Lichtblick sorgte ausgerechnet die langjährige Problemtochter Siemens Gamesa: Das Windgeschäft schrieb erstmals seit 2022 wieder schwarze Zahlen.
Der Auftragseingang legte auf vergleichbarer Basis um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro zu und übertraf die Erwartungen deutlich. Die Gas-Sparte verbuchte einen Rekordwert, zugleich zog das Neugeschäft mit Netztechnik kräftig an.
Siemens Energy profitiert damit weiter vom weltweit steigenden Strombedarf. Neue Rechenzentren für KI-Anwendungen, zusätzliche Fabriken und die zunehmende Elektrifizierung erfordern leistungsfähigere Stromnetze und neue Erzeugungskapazitäten. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik.
Der Umsatz erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Sondereffekten sprang um mehr als das Dreifache auf 1,6 Milliarden Euro. Sämtliche Geschäftsbereiche steuerten Verbesserungen bei.
Gamesa dreht ins Plus
Besonders wichtig ist die Entwicklung bei Siemens Gamesa. Die Windenergietochter erzielte einen operativen Gewinn von 75 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal stand noch ein Verlust von 438 Millionen Euro zu Buche. Damit schrieb Gamesa erstmals seit 2022 wieder schwarze Zahlen und übertraf die Erwartungen deutlich. Produktivitätssteigerungen und eine höhere Kosteneffizienz zahlten sich aus.
Oberes Ende im Visier
Die Jahresprognose bleibt bestehen. Siemens Energy erwartet ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent und eine Ergebnismarge vor Sondereffekten von zehn bis zwölf Prozent. Das Management rechnet nun tendenziell mit dem oberen Ende der Margenspanne. Der Gewinn nach Steuern soll weiterhin rund vier Milliarden Euro erreichen.
Siemens Energy liefert operativ auf breiter Front. Der Turnaround bei Gamesa ist nach einem profitablen Quartal zwar noch nicht abgeschlossen, gewinnt aber deutlich an Substanz. Gleichzeitig sorgen die Rekordaufträge im Gasgeschäft und die hohe Nachfrage nach Netztechnik für weiteres Wachstum. Die Zahlen stärken die Investment-Story. Investierte Anleger bleiben dabei.
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