SpaceX verkauft keine Plätze mehr auf Sammelflügen der Falcon 9. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Bei diesen Rideshare-Missionen teilen sich Dutzende Satellitenbetreiber eine Rakete – für viele Start-ups war das bislang der günstigste Weg ins All. Laut dem Bericht fanden einige Kunden für die Zeit nach 2028 keinen Flug mehr. SpaceX lässt sein Arbeitspferd auslaufen und setzt alles auf das Starship, die neue Trägerrakete mit deutlich mehr Nutzlast.
SpaceX: Ein Markt ohne Ersatzrakete
Wie groß die Lücke ist, zeigt eine Zahl von Elon Musk selbst: Rund 2.500 Tonnen bringt die Falcon pro Jahr in den Orbit, der Rest der Welt zusammen etwa 300 Tonnen. Fällt dieser Anbieter weg, fehlt nicht ein Wettbewerber, sondern fast der ganze Markt. Die Konkurrenz hängt hinterher: Die europäische Ariane 6 schafft wegen eines Problems mit der Turbopumpe in diesem Jahr wohl nur noch ein bis zwei Starts, auch die Vulcan von ULA und Blue Origins New Glenn kommen langsamer voran als geplant. Die Preise steigen, manche Firmen erwägen eigene Raketen oder den Kauf eines Raketenbauers. Für Anbieter wie Rocket Lab öffnet sich damit ein Fenster.
Wirtschaftlich ist das Sammelfluggeschäft für SpaceX klein. Das Geld verdient der Konzern mit Starlink – im zweiten Quartal kamen 4,3 Milliarden der 7,8 Milliarden Dollar Gesamtumsatz aus dem Satelliteninternet. Das eigentliche Risiko liegt beim Starship: Kommt es nicht rechtzeitig, wandern Kunden dauerhaft zur Konkurrenz. Der erste Orbitalflug wurde bereits vom 22. auf den 28. September verschoben. Die obere Stufe soll dabei erstmals in eine echte Umlaufbahn gelangen, rund sechsmal die Erde in etwa 275 Kilometern Höhe umkreisen und Starlink-V3-Satelliten aussetzen.
Die SpaceX-Aktie schloss am Montag bei 152 Dollar, ein Minus von 0,6 Prozent. Der erste Widerstand liegt bei rund 160 Dollar – gut fünf Prozent höher. Die wichtigste Unterstützung bildet der Ausgabepreis von 135 Dollar. Eine 200-Tage-Linie gibt es noch nicht, die Aktie notiert erst seit dem 12. Juni. Fällt der Ausgabepreis, rückt das August-Tief bei rund 105 Dollar wieder in den Blick.
Raketen ins All, Starlink rund um den Globus, dazu die KI von xAI: Mit SpaceX setzen Anleger dreifach auf Elon Musk. DER AKTIONÄR erwartet im AKTIONÄR-Depot einen weiteren Kursanstieg.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
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