Der DAX hat seine Aufwärtsbewegung am Mittwoch fortgesetzt. Trotz der anhaltenden Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt und steigender Ölpreise legte der deutsche Leitindex um 0,58 Prozent auf 25.155 Punkte zu. Im Tagesverlauf war der DAX zeitweise bis auf 25.271 Zähler gestiegen, ehe die Dynamik zum Handelsende etwas nachließ.
Für Rückenwind sorgten vor allem starke Unternehmenszahlen und optimistische Ausblicke. Gleichzeitig hielten sich viele Anleger vor den nachbörslich anstehenden Quartalsberichten der US-Tech-Schwergewichte Alphabet und Tesla mit größeren Engagements zurück.
An die Spitze des DAX setzte sich Airbus mit einem Kurssprung von mehr als sieben Prozent. Der weltgrößte Flugzeugbauer überzeugte die Anleger mit ambitionierten Mittelfristzielen und kündigte an, den Gewinn bis 2029 dank der anhaltend hohen Nachfrage nach Passagierjets deutlich steigern zu wollen. Zusätzlichen Schub verlieh ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm.
Ebenfalls gefragt waren die Aktien von GEA. Der Anlagenbauer gewann 5,7 Prozent, nachdem das Unternehmen nach einem überraschend starken Quartal den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben hatte. Auftragseingang, Umsatz und operatives Ergebnis lagen über den Erwartungen der Analysten.
Am anderen Ende des DAX rangierten Siemens Energy mit einem Minus von 3,7 Prozent. Nach der jüngsten Rally nutzten viele Anleger die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen. Positive Nachrichten vom US-Konkurrenten GE Vernova, der seinen Ausblick anhob, konnten die Verkaufslaune nicht nachhaltig bremsen. Immerhin konnten die Verluste im Handelsverlauf deutlich reduziert werden.
Im MDAX rückte die Porsche AG mit einem Plus von 3,2 Prozent in den Fokus. Auslöser war eine Hochstufung durch das Bankhaus Metzler, das die Aktie gleich um zwei Stufen von „Sell“ auf „Buy“ anhob und das Kursziel von 31 auf 64 Euro mehr als verdoppelte. Noch stärker entwickelten sich lediglich die Aktien von Deutz und Wacker Chemie.
Im SDAX überzeugte Friedrich Vorwerk mit einem Plus von 6,2 Prozent. Der Pipeline- und Anlagenbauer hob nach einer deutlich verbesserten Profitabilität im ersten Halbjahr seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Davon profitierte auch Großaktionär MBB, dessen Aktien um 4,7 Prozent zulegten.
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