Airbus setzt sich ehrgeizige Ziele: Der weltgrößte Flugzeugbauer will seinen Gewinn bis 2029 dank der anhaltend robusten Nachfrage nach Passagierjets deutlich steigern. Im Fokus steht dabei vor allem das Geschäft mit Verkehrs- und Frachtflugzeugen. Das bereinigte Ebit soll bis dahin auf 12 bis 13 Milliarden Euro klettern. Schon für 2026 peilt Konzernchef Guillaume Faury rund 7,5 Milliarden Euro an.
Parallel dazu plant Airbus, in den kommenden drei Jahren eigene Aktien im Volumen von fünf Milliarden Euro zurückzukaufen. Zusätzlich lotet der Konzern eine nochmals verlängerte Version des Langstreckenjets A350 aus. Eine Entscheidung dazu ist laut Finanzchef Thomas Toepfer aber noch nicht gefallen.
Um die starke Nachfrage zu bedienen, fährt Airbus die Produktion in allen Bereichen hoch. Die Auftragsbücher im Kerngeschäft mit Passagierjets sind voll, doch Probleme in der Lieferkette bremsen das Tempo. Vor allem bei der A320neo-Familie musste Airbus seine Produktionsziele mehrfach verschieben. Spartenchef Lars Wagner soll den operativen Gewinn der Sparte in drei Jahren auf rund zehn Milliarden Euro steigern. Bei der A320neo-Reihe ist Airbus Marktführer und will die Fertigung bis 2027 auf 70 bis 75 Flugzeuge pro Monat erhöhen.
Auch beim kleineren A220 gibt es konkrete Ziele: 2028 soll das Modell bei monatlich 13 Maschinen die Gewinnschwelle erreichen. Im Langstreckenmarkt sieht Airbus zudem zusätzliche Chancen für den A350, dessen Produktion perspektivisch über die für 2028 geplanten zwölf Jets pro Monat hinaus steigen könnte.
An der Börse kamen die Pläne gut an: Die Airbus-Aktie legte am späten Dienstagabend deutlich zu. Nach einer kurzen Verschnaufpause setzt das Papier damit seine Aufwärtsbewegung fort. Die Anteile des Flugzeugherstellers bleiben ein attraktives Investment. Ein Stopp bei 150,00 Euro sichert nach unten ab. Die Aktie ist auch Teil des Global Space Champions Index des AKTIONÄR. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
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