Richtig starke Zahlen zum zweiten Quartal und eine Erhöhung der Jahresprognose hieven die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius zur Mitte der Handelswoche auf den höchsten Stand seit dem Frühjahr. Mit einem Kursplus von gut fünf Prozent setzt sich der Titel sogar deutlich die Spitze im deutschen Leitindex.
Zwischen April und Juni stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 5,86 Milliarden Euro, aus eigener Kraft betrug das Plus sogar sechs Prozent. Als Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr die Tochter Fresenius Kabi.
Konzernweit stieg das EBIT (währungsbereinigt) überproportional um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro. Unter dem Strich kletterte das Kernergebnis je Aktie um 14 Prozent auf 0,83 Euro im Berichtszeitraum.
"Fresenius hat erneut ein ausgezeichnetes Quartal geliefert und erhöht vor dem Hintergrund der nachhaltigen operativen Stärke den Ausblick für das Gesamtjahr", so Firmenlenker Michael Sen. Der CEO und sein Team will beim Kernergebnis pro Papier im Jahr 2026 nun ein Plus von zehn bis 15 Prozent erzielen. Zuvor stellte der Gesundheitskonzern einen um fünf bis zehn Prozent höheren Gewinn bei dieser Kennzahl in Aussicht. Die EBIT-Marge soll sich konzernweit auf rund 11,5 Prozent belaufen.
Als Umsatz- und Ergebnistreiber dürfte sich erneut die Tochtergesellschaft Kabi erweisen. Hier peilt Fresenius Erlöse "im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich" an. Die EBIT-Marge der Sparte soll sich am oberen Ende der Spanne von 16,5 bis 17,0 Prozent einfinden.
Fresenius legt mit dem starken Q2-Bericht und der höheren Gewinnprognose den Grundstein für eine Fortsetzung der Kurserholung der vergangenen Wochen. Das Potenzial ist nach Ansicht des AKTIONÄR noch nicht ausgereizt, schwache Tage bleiben Kauftage beim DAX-Wert – Kurse von erneut über 50 Euro dürften in einem freundlichen Gesamtmarkt nur eine Frage der Zeit sein.
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