10.10.2019 Michel Doepke

PNE: Das Übernahmeangebot ist da – und jetzt?

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PNE
Trendthema

Die Aktien von PNE notieren erstmals seit 2007 über der Marke von 4,00 Euro. Denn die Photon Management GmbH, eine indirekte Tochter von Fonds, die von Morgan Stanley Infrastructure Partners (MSIP) kontrolliert werden, hat ein Übernahmeangebot für die Papiere des Windparkprojektierers abgegeben. Der Investor bietet exakt 4,00 Euro je PNE-Aktie.

Die Offerte liegt etwa 31 Prozent über dem Schlusskurs der PNE-Aktie vom 26. August 2019, bevor der Windparkprojektierer die Übernahmegespräche mit MSIP bestätigt hat. Der Investor positioniert sich bereits, ein entsprechender Kaufvertrag über den Erwerb von elf Prozent der Anteile mit der größten Aktionärsgruppe sei abgeschlossen.

Das Übernahmeangebot beinhaltet eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie, Vorstand und Aufsichtsrat der PNE AG unterstützen die Offerte von MSIP.

"Wir haben MSIP in den Gesprächen als äußerst professionellen und weitsichtiger Partner kennengelernt. Das starke Bekenntnis zu unserem langfristig angelegten Geschäftsmodell und insbesondere zu unserer Strategie ,Scale Up' sowie zu unseren Mitarbeitern und den bestehenden Geschäftsbereichen haben uns überzeugt."

Markus Lesser, CEO der PNE AG

Sind mehr als 4,00 Euro drin?

Nach Einschätzung der Baader Bank könnte die Aktie mittel- bis langfristig deutlich mehr wert sein als die nun gebotenen 4,00 Euro. Allerdings gab Analystin Laura López Pineda in einem ersten Kommentar zu, dass kurzfristige Risiken vor allem in Deutschland dafür sorgen könnten, dass sich die finanziellen Vorteile der starken Projektpipeline von PNE verzögern. Sie sieht daher die Offerte zum gegenwärtigen Zeitpunkt als "fair" an und rät Anlegern zur Annahme.

PNE (WKN: A0JBPG)

Anleger scheinen indes auf ein höheres Angebot zu spekulieren, Intraday erreichte der Nebenwert sogar 4,09 Euro in der Spitze. DER AKTIONÄR hat seit längerem auf ein Übernahmeangebot gesetzt. Viel Spielraum nach oben dürfte allerdings nicht mehr bestehen. Investierte Anleger streichen erste Gewinne ein.

(Mit Material von dpa-AFX)