Öl‑Preise erneut im Aufwind – Nervosität bleibt hoch

Öl‑Preise erneut im Aufwind – Nervosität bleibt hoch
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Michel Doepke 11.03.2026, 19:01 Michel Doepke

Bange Blicke auf die Öl-Preise. Die Lage im Nahen Osten rund um den Iran bleibt extrem angespannt und die Marktpreise für Rohöl volatil. Im Vergleich zum Vortag können die Notierungen der wichtigen Sorten WTI und Brent wieder Boden gutmachen. Die kurzfristige Entspannung infolge der Freigabe von Notfall-Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) ist damit wieder verflogen.

Die Angst vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Straße von Hormus hat die Ölpreise am Mittwoch wieder ein Stück weit nach oben getrieben. Die Freigabe einer Rekordmenge strategischer Ölreserven von führenden Industriestaaten drückten die Preise nicht nachhaltig, auch weil der Schritt bereits antizipiert worden war. Die Preise bauten ihre Aufschläge nach der Entscheidung bis zum späten Nachmittag sogar aus.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete zuletzt 92,44 Dollar und damit gut 5 Prozent mehr als am Vortag. Am Montag waren der Preis nach einem Anstieg bis auf mehr als 120 Dollar noch deutlich gesunken und hatte sich dann am Dienstag stabilisiert.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen. Zuletzt befeuerten Berichte über angeblich vom Iran in der Meerenge verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung.

Brent-Öl (ISIN: FTREFF000001)

Deutschland beteiligt sich an der Freigabe der IEA-Ölreserven, die ein historisches Ausmaß hat. Die Bundesrepublik will demnach 19,5 Millionen Barrel freigeben (ein Barrel entsprechen knapp 159 Liter). Insgesamt ist die Freigabe von 400 Millionen Barrel Rohöl vorgesehen, die 32 Mitgliedsländer schultern.

Die weiteren Entwicklungen rund um den Iran beziehungsweise dem Nahen Osten werden die Öl-Preise kurzfristig weiter in beide Richtungen bewegen. Klar ist: Die Volatilität dürfte angesichts der angespannten Situation sehr hoch bleiben. DER AKTIONÄR bleibt am Ball und wird über die weiteren börsenrelevanten Geschehnisse berichten.

Enthält Material von dpa-AFX

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