Am Dienstagabend stehen die Öl-Preise wieder stärker unter Druck. Der Grund für die Entspannung bei den Preisen sind Neuigkeiten vom US-amerikanischen Energieminister Chris Wright, die der Politiker auf der Plattform X (vormals Twitter) mitgeteilt hat. Demnach gibt es wichtige Neuigkeiten aus dem Nahen Osten.
Wie Wright mitteilt, habe die US-Marine erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert. Der Preis für Brent-Öl zu Lieferung im Mai sank zuletzt auf 82 US-Dollar je Barrel (159 Liter.) Das sind 17 Prozent weniger als am Vortag.
Der Schiffsverkehr durch die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman war infolge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran weitgehend erlahmt. Da dies eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Gastrandsport ist, waren die Preise für die Rohstoffe zwischenzeitlich stark gestiegen. Der Brent-Preis war in der Nacht zum Montag auf mehr als 120 Dollar geklettert. Zum Vergleich: Vor dem Beginn des Iran-Krieges hatte Brent knapp 73 Dollar gekostet.
Bereits am Montagabend hatte sich die Lage aber ein Stück weit entspannt, nachdem US-Präsident Donald Trump gegenüber dem US-Sender "CBS News" erklärt hatte, dass er ein zeitnahes Ende des Krieges gegen den Iran für möglich halte. Mit Blick auf die Straße von Hormus hatte Trump zudem betont, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu "übernehmen". Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.
Die Hoffnung auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten hat am Dienstag für eine marktbreitere Erholung an den Märkten gesorgt. Der deutsche Leitindex (DAX) ging mit einem Plus von rund 2,4 Prozent aus dem Handel (DER AKTIONÄR berichtete).
Die Volatilität der Öl-Preise dürfte sehr hoch bleiben und maßgeblich durch die weiteren Entwicklungen im Nahen Osten bewegt werden. DER AKTIONÄR wird berichten.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 18:46