Nach starken Vorgaben vom Vortag ist die Erholungsbewegung an der Wall Street wieder ins Stocken geraten. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 gingen mit leichten Verlusten aus dem Handel. Mit Argusaugen verfolgen die Marktteilnehmer indes die stark schwankenden Öl-Preise, die über das Wochenende regelrecht durch die Decke gegangen sind. Ein Tweet sorgte zudem für Verwirrung.
US-Energieminister Chris Wright teilte über den Kurznachrichtendienst X mit, die US-Marine erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert habe. Allerdings wurde dieser Tweet kurz darauf gelöscht, etwas später dementierte das Weiße Haus die Meldung offiziell.
Bereits am Montag hatte die Aussage von US-Präsident Donald Trump, wonach der Krieg im Nahen Osten "so gut wie beendet" sei, die Ölpreise stark belastet und am Aktienmarkt für Kursgewinne gesorgt. Doch es herrscht am Markt weiter Skepsis, ob der Krieg tatsächlich bald endet.
Unter den Einzelwerten ragte die Aktie von Vertex Pharmaceuticals im marktbreiteren S&P 500 heraus. Das Unternehmen konnte zu Wochenbeginn mit positiven Studiendaten zu einem möglichen Nierenmedikament für positive Schlagzeilen sorgen (DER AKTIONÄR berichtete). Vertex sicherte sich den Zugriff auf den Hoffnungsträger, der sich noch in der klinischen Überprüfung befindet, via Übernahme von Alpine Immune Sciences für 4,9 Milliarden Dollar.
Auf der Verliererseite im Dow Jones rangierten die Anteile von Boeing. Gute Auslieferungszahlen für die ersten beiden Monate des laufenden Jahres konnten die Neubestellungen im Februar nicht überschatten. Auch die Aktie des Cloud-Spezialisten Salesforce gehörte am Dienstag zu den Top-Verlierern im US-Leitindex.
Die Entwicklungen im Nahen Osten rund um den Iran werden auch die kommenden Tage die Börsen und allen voran die Öl-Preise mächtig bewegen. DER AKTIONÄR bleibt am Ball und wird über die wichtigsten kursrelevanten Neuigkeiten berichten.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 21:00