Auf gute Neuigkeiten von der Partner- und Auftragsseite folgen erneut ernüchternde Quartalszahlen. Einmal mehr hat der norwegische Elektrolyse-Spezialist die Markterwartungen verfehlt.
Die Erlöse aus Kundenkontrakten gingen um 63 Prozent auf lediglich 112 Millionen Norwegische Kronen (10,5 Millionen Euro) zurück. Der Gesamtumsatz brach ähnlich hoch, nämlich um gut 60 Prozent auf 138 Millionen Kronen ein. Analysten hatten hier mit Erlösen von knapp 200 Millionen Kronen gerechnet.
Beim EBITDA wies Nel im dritten Quartal einen Verlust von 93 Millionen Kronen (8,74 Millionen Euro) aus. Die Analysten rechneten hingegen hier mit einem Fehlbetrag von rund 71 Millionen Kronen. Unter dem Strich mussten die Skandinavier einen Nettoverlust von satten 141 Millionen Kronen hinnehmen, der damit die Einnahmen sogar überstieg.
Der Auftragseingang schoss im dritten Quartal hingegen um 339 Prozent auf 253 Millionen Kronen nach oben. Allerdings ist die Messlatte aus dem Vorjahr (57 Millionen Kronen) sehr gering. Der Auftragseingang kletterte um gut ein Drittel auf gut 1,3 Milliarden Kronen (123,5 Millionen Euro). Immerhin: Nel verfügt über liquide Mittel in Höhe von 1,08 Milliarden Kronen (101,3 Millionen Euro).
„Das starke Wachstum des PEM-Umsatzes und des Auftragseingangs im Quartal, das sich im vierten Quartal fortsetzt, spiegelt die verbesserte Projektumsetzung und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Produkts wider“, ist Nel-Chef Håkon Volldal überzeugt. „Das Quartal zeigt, dass wir bei den Faktoren, die wir selbst beeinflussen können, Fortschritte machen und zugleich finanzielle Disziplin wahren und in künftiges Wachstum investieren.“
Zwar hellt sich die Auftragslage bei Nel auf. Dennoch schreibt die Gesellschaft weiterhin gemessen am Umsatz zu tiefe rote Zahlen und die Cashposition schmilzt peu à peu dahin. Anleger warten weiter ab.
Heute, 07:34
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