Nach dem britischen Elektrolyse-Spezialisten ITM Power strebt das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall auch mit der norwegischen Nel eine Zusammenarbeit an. Zusammen wurde laut einer Mitteilung vom Dienstag eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um gemeinsame Möglichkeiten zur dezentralen Produktion erneuerbarer Kraftstoffe zu prüfen.
Die Zusammenarbeit verbinde Nels Elektrolyseurtechnologie mit Rheinmetalls Giga-PtX-Konzept und dessen Kompetenz in der Systemintegration, heißt es weiter. Ziel sei es, skalierbare, modulare Lösungen für die lokale Herstellung CO2-armer synthetischer Kraftstoffe für Anwendungen in den Bereichen Verteidigung und kritische Infrastruktur zu bewerten.
Geplant sei die Prüfung des Einsatzes dezentraler Anlagen zur Produktion synthetischer Kraftstoffe. Die Grundlage dafür soll wiederum grüner Wasserstoff bilden, der durch Elektrolyse erzeugt wird. Nel hingegen ist ein intimer Kenner von Elektrolyseur-Technologien. Die Wurzeln der Firma reichen bis ins Jahr 1927 zurück.
„Länder, die auf lange und anfällige Kraftstofflieferketten angewiesen sind, sehen sich zunehmender Unsicherheit gegenüber. Wir sind überzeugt, dass erneuerbarer Wasserstoff eine wichtige Rolle dabei spielen kann, widerstandsfähigere Kraftstoffsysteme zu ermöglichen und zugleich Emissionen zu senken“, so Nel-Finanzchef Kjell Christian Bjørnsen. „Mit der Zusammenarbeit mit Rheinmetall prüfen wir, wie unsere Technologie in neue Wertschöpfungsketten für synthetische Kraftstoffe integriert werden kann.“
Ob und in welchem Umfang die angestrebte Rheinmetall-Zusammenarbeit für Nel auf einen fruchtbaren Boden fallen kann, bleibt abzuwarten. Dass das DAX-Unternehmen jedoch die Absicht einer Kooperation mit dem norwegischen Wasserstoff-Spezialisten verfolgt, ist jedoch grundsätzlich positiv zu werten. Anleger warten beim skandinavischen Nebenwert weitere Impulse von der Auftragsseite ab.
13.10.2026, 08:13
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