Der amerikanische Wechselrichter-Spezialist hat die Marktteilnehmer am Dienstag nach US-Börsenschluss mit schwachen Zahlen und einem enttäuschenden Ausblick vergrault. Anleger schicken den Solar-Wert mit einem Minus von rund 20 Prozent auf Talfahrt. Neue 52-Wochen-Tiefs sind in Sicht.
Zwischen Juli und September steigerte das Unternehmen den Umsatz um rund 1,5 Millionen Dollar auf 293,3 Millionen Dollar. Analysten stellten jedoch 304 Millionen Dollar in Aussicht. Die Bruttomarge erreichte im Berichtszeitraum 45 Prozent.
Unter dem Strich verdiente Enphase Energy zwar noch 0,41 Dollar pro Papier auf bereinigter Basis. Aber auch hier erhoffte sich der Markt mit einem Ergebnis von 0,51 Dollar je Aktie ebenfalls mehr. Die Solar-Firma verfügte per Ende September über rund 932 Millionen Dollar an liquiden Mitteln.
Besonders schwach fällt der Ausblick auf das vierte Quartal aus. Das Solar-Unternehmen will hier einen Umsatz zwischen 225 und 255 Millionen Dollar erzielen. Analysten hatten jedoch mit 300 Millionen Dollar deutlich mehr auf dem Zettel stehen. Zudem stellt die Gesellschaft einen Rückgang bei der Bruttomarge auf 38 bis 41 Prozent in Aussicht.
Das Marktumfeld für den Wechselrichterhersteller bleibt kompliziert. "Unser zentrales US-Privatkunden-Solargeschäft steht weiterhin unter Druck durch höhere Zinsen und das Auslaufen der bundesweiten Steuergutschrift gemäß Section 25D", heißt es im Quartalsbericht. Enphase Energy wolle jedoch "diese kurzfristigen Herausforderungen angehen" und das Unternehmen "zugleich auf eine neue Wachstumsphase vorbereiten".
Die Quartalszahlen, der Ausblick und der Chartverlauf sprechen Bände. Das kalifornische Energietechnologie-Unternehmen kämpft weiterhin mit schwierigen Marktbedingungen. Anleger lassen derzeit die Finger von der Aktie und greifen nicht ins fallende Messer.
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