Die Papiere von Unternehmen aus der Solarbranche zeigen sich am Dienstag von ihrer besten Seite. So legen beispielsweise AKTIONÄR-Depotwert SMA Solar und Enphase Energy beide prozentual zweistellig zu, nachdem bekannt wurde, dass die US-Telekommunikationsbehörde FCC an einem Importverbot für ausländische Wechselrichter arbeitet.
• Solaraktien glänzen am Dienstag – SMA Solar und Enphase Energy springen jeweils zweistellig nach oben
• Ein geplantes US-Importverbot für ausländische Wechselrichter sorgt für Fantasie
• Warum ausgerechnet die westlichen Hersteller zu den großen Gewinnern zählen könnten
Hintergrund dieses Schrittes sind Befürchtungen, China könnte diese Komponenten nutzen, um die Stromversorgung zu stören, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die entsprechende Regelung könnte noch in diesem Jahr in Kraft treten.
Bemerkenswert ist, dass die USA damit einem ähnlichen Vorgehen der EU folgen: Bereits im Mai hatte diese die Verwendung von Fördermitteln für Wechselrichter von so bezeichneten „Hochrisiko-Anbietern" eingeschränkt.
Die Aktien von Enphase Energy und SMA Solar legen am Dienstag jeweils zwölf Prozent zu. Beide Konzerne zählen zu den führenden westlichen Wechselrichter-Herstellern und gelten eben nicht als „Hochrisiko-Anbieter". Der größte Teil der weltweit verbauten Wechselrichter stammt bislang von chinesischen Herstellern wie Huawei oder Sungrow, die ihre Produkte in der Regel günstiger anbieten können. Ein Importverbot für ausländische oder konkret ausgedrückt chinesische Komponenten würde genau diese übermächtige Konkurrenz aus dem wichtigen US-Markt drängen.
Die geplante neue Regelung der FCC spielt sowohl Enphase als auch SMA Solar in die Karten. Der Favorit des AKTIONÄR bleibt indes der heimische Hersteller, dessen Aktie im Vergleich zu den Papieren der US-Amerikaner den deutlich besseren Chart aufweist und kurz davor ist, ein neues Jahreshoch zu markieren. Die SMA-Aktie ist weiterhin ein Kauf und bleibt ein fester Bestandteil des Echtgeld-Depots.
Wo befindet sich der Hauptsitz von SMA Solar?
Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Niestetal bei Kassel in Hessen. Von dort aus steuert der Konzern seine weltweiten Vertriebs- und Servicegesellschaften.
Welche Produkte stellt das Unternehmen genau her?
SMA Solar produziert Solar-Wechselrichter. Diese Komponenten wandeln den erzeugten Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom um. Zudem entwickelt das Unternehmen Batteriespeicher und Systeme für das Energiemanagement.
In welchem Index ist die Aktie gelistet?
Die Aktie von SMA Solar ist Mitglied im deutschen Auswahlindex SDAX. Zudem wird das Papier im Technologieindex TecDAX gelistet.
Heute, 17:00