BMW hat am Morgen die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und hier zum Teil besser abgeschnitten als am Markt erwartet. Besonders die operative Marge im wichtigen Autogeschäft fiel mit 5,0 Prozent höher aus als von Analysten prognostiziert. Diese gingen von 4,7 Prozent aus. Dennoch bekam der DAX-Konzern die Belastungen durch höhere Zölle deutlich zu spüren.
Die Marge sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte. Schwächer entwickelte sich dagegen das operative Konzernergebnis: Das EBIT brach um mehr als ein Drittel auf 2,0 Milliarden Euro ein. Belastend wirkte vor allem eine höhere Risikovorsorge für mögliche Entschädigungen von Finanzierungskunden in Großbritannien. Auch Umsatz und Gewinn gingen zurück. Die Erlöse fielen um acht Prozent auf 31 Milliarden Euro, der Nettogewinn sank auf 1,67 Milliarden Euro. An den Jahreszielen hält BMW dennoch fest. Während Umsatz und EBIT etwas unter den Erwartungen lag, fiel der Nettogewinn deutlich höher als die erwarteten 1,54 Milliarden Euro aus.
„Unser Ergebnis im ersten Quartal beweist erneut: Strategische Konsistenz, operative Leistungsstärke und hohe Flexibilität zahlen sich aus. Wir sind richtig aufgestellt, um auch unter herausfordernden Bedingungen nachhaltig erfolgreich zu sein“, kommentierte Oliver Zipse, CEO von BMW.
Besonders erfreulich entwickelte sich die Auftragslage in Europa. Von Januar bis März erhöhten sich die Bestelleingänge in Europa für vollelektrische Automobile um mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein der BMW iX3 verzeichnete seit seiner Design-Premiere im September bis Ende März bereits mehr als 50.000 Auftragseingänge, so der Konzern in einer Mitteilung.
„Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt wie in den ersten drei Monaten des Jahres. Der Schlüssel zum Erfolg ist unser breites Produktangebot: Mit unseren starken Marken bedienen wir die entscheidenden Segmente und bieten unseren Kunden die volle Auswahl an allen Antriebsvarianten“, so Zipse weiter.
Die Aktie von BMW kann in einer ersten Reaktion auf Tradegate gut 1,5 Prozent zulegen auf 78,90 Euro. Von einem Befreiungsschlag ist das Papier jedoch weiter weit entfernt. Anleger belassen die Aktie auf der Watchlist. Derzeit besteht aber kein Handlungsbedarf.
Heute, 07:57