30.11.2019 Marion Schlegel

Airbus will das Fliegen revolutionieren – das sind die Pläne!

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Airbus
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Der Airbus-Konzern will das erste emissionsarme Passagierflugzeug bauen und bis 2035 in die Luft bringen. Noch stecke die Entwicklung der notwendigen Technologien allerdings in den Kinderschuhen, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury am Donnerstagabend in Hamburg. Möglicherweise werde es sich um ein hybrid-elektrisches Flugzeug handeln, vielleicht werde es auch durch Wasserstoff oder klimaneutrale Kraftstoffe angetrieben. "Der Weg ist hochkomplex", sagte Faury. "Das dauert Jahre oder Jahrzehnte."

Der Luftverkehr trage nur 2,5 Prozent zum weltweiten Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) bei. Airbus sei sich aber seiner Verantwortung bewusst und habe auch in der Vergangenheit durch immer leichtere Flugzeuge mit leistungsfähigeren Triebwerken den Kraftstoffverbrauch je Passagier deutlich senken können. Bis 2050 wolle die Luftfahrt insgesamt ihren CO2-Ausstoß um 50 Prozent senken, verglichen mit 2005. "Grünes Fliegen hat für uns oberste Priorität", sagte Faury.

Die Aktie von Airbus kannte zuletzt kein Halten mehr. Vor wenigen Tagen hat das Papier bei 137,42 Euro ein neues Rekordhoch markiert. Dabei spielen dem Konzern nach wir die Probleme des US-Konkurrenten Boeing in die Hände. Dieser muss wohl auf die Wiederzulassung des 737 Max weiter warten.

Airbus (WKN: 938914)

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA sieht keine Eile geboten bei der von Boeing erhofften Wiederzulassung des Unglücksjets, für den nach zwei Abstürzen Startverbote gelten. „Die FAA wird sich alle Zeit nehmen, die sie benötigt, um zu gewährleisten, dass das Flugzeug sicher ist", stellte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag in Washington klar. Die Überprüfung der 737 Max durch die FAA dauere an. Das Flugzeug werde nicht wieder zugelassen, bevor mehrere Runden gründlicher Tests abgeschlossen seien.

Nach der jüngsten Rally gönnt sich die Aktie von Airbus derzeit eine kleine Verschnaufpause. Die langfristigen Aussichten bleiben aber gut. Eine wichtige Unterstützung stellt die 200-Tage-Linie dar. Anleger bleiben an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)