9 Aktien abseits von BioNTech, Apple und Amazon!
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08.09.2021 Lars Friedrich

Tencent und Netease: Schock für Gaming-Aktien aus China

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Tencent

Es geht wieder abwärts: China-Aktien mit Tech- und Internet-Bezug stehen nach der Erholungsbewegung der vergangenen Handelstage heute unter Druck. Vor allem die Kurse von Unternehmen mit starkem Fokus auf Gaming verlieren teils mehr als sieben Prozent. Grund dafür ist eine Nachricht, die Rückenwind für Leerverkäufer bedeutet.

Die chinesische Führung hat unter anderem die Gaming-Giganten Tencent und Netease vorgeladen. Ihnen wurde mitgeteilt, dass die Überwachung und Kontrollen bezüglich illegalen Verhaltens verstärkt werden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Strenger reguliert werden demnach künftig: Werbung für Spiele, Unterstützung durch Prominente und Liveübertragungen.

Netease rutscht zunächst rund fünf Prozent ins Minus. Auch Tencent verliert deutlich. Die Streaming-Spezialisten Douyu und Huya sacken mehr als sechs Prozent ab.

HUYA Incorporated (WKN: A2JL12)

Die Nachricht drückt offenbar insgesamt aufs Sentiment für China-Aktien. Der Kurs von Alibaba fällt bei der Gelegenheit jedenfalls auch gleich mal drei Prozent.

DER AKTIONÄR hat in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet, dass der Gaming-Sektor in China in den Fokus der Behörden geraten ist. Es geht vor allem darum, den Jugendschutz zu stärken.

Netease (WKN: 501822)

Derzeit drängt sich ein Investment in chinesische Gaming-Aktien nicht auf. Andererseits richten die Rücksetzer nach der Erholungsbewegung charttechnisch keinen nennenswerten Schaden an. Die heutige Nachricht dürfte aufmerksame AKTIONÄR-Leser zudem kaum überraschen. Die Kursdämpfer dürfte auch mit dem schwächelnden US-Markt zusammenhängen. DER AKTIONÄR rät lediglich risikobewussten Anlegern bei ausgewählten China-Aktien zu (überschaubaren) Investitionen. Mehr dazu lesen Sie auch in der neuen Ausgabe in der Titelgeschichte sowie im Chart-Check-Teil (ab heute Abend als E-Paper und ab Freitag im Zeitschriftenhandel erhältlich).

Alternativ könnte sich ein gestaffelter Einstieg in den WANT Index (Weibo, Alibaba, Netease, Tencent) anbieten. Mit dem Zertifikat mit der WKN DA0AAZ partizipieren Anleger eins zu eins an der Index-Entwicklung.

Mehr zum Index und den Produkten

Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit den Emittenten von Finanzinstrumenten Morgan Stanley, HSBC Trinkaus und Vontobel hat die Börsenmedien AG eine Lizenzvereinbarung geschlossen, wonach sie den Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von den Emittenten Vergütungen.

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