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Nvidia: Der wahre Profiteur des Digitalisierungsbooms

Nvidia: Der wahre Profiteur des Digitalisierungsbooms
Foto: michelmond/Shutterstock
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02.06.2022, 15:30 ‧ Emil Jusifov

Für die Anleger von Nvidia ist es lange Zeit hervorragend gelaufen. Der Chip-Riese schlug seit dem Pandemie-Beginn quasi in jedem Quartal die Erwartungen. Kein Wunder, dass die Aktie von einem Rekordhoch zum nächsten eilte und eine Bewertung erreichte, die nicht mehr gesund war. Das hat sich nun zum Positiven verändert.

Die Aktie ist zwar immer noch nicht günstig, wird aber nur noch mit einem 22er-KGV von 33 bewertet. Das liegt deutlich unter dem 5-Jahres-Durchschnitt (42) und nur leicht über dem 10-Jahres-Durchschnitt (30).

Datacenter-Segment boomt

Und operativ gibt sich der US-Konzern weiterhin keine Blöße. Gerade das wichtige Datacenter-Segment boomt. Zuletzt stiegen hier die Erlöse im Jahresvergleich um satte 83 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar. Ein wesentlicher Grund, warum auch die Gesamterlöse des Unternehmens im ersten Geschäftsquartal um 46 Prozent zulegten.

Denn das Geschäft mit den Rechenzentren ist mittlerweile die Haupteinnahmequelle des Halbleiterspezialisten. Nvidias Chips und Software werden dort für KI-Anwendungen und Maschinelles Lernen eingesetzt. Ein Zukunftsmarkt mit anhaltender Wachstumsdynamik.

Und das Unternehmen bedient bereits auch die wichtigen Zukunftsfelder Virtual Reality (Omniverse), Cloud, Data Analytics und Autonomes Fahren.

Neuer Deal

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Nvidia einen Deal mit Meta und Microsoft abgeschlossen hat. Im Rahmen des Deals wird der Social-Media-Gigant auf die speziell für den Datacenter-Einsatz entwickelten Grafikprozessoren A100 Tensor von Nvidia setzen, um schnelles Training von Künstlicher Intelligenz oder eine zügige Datenanalyse zu ermöglichen (DER AKTIONÄR berichtete).

Temporäre Probleme

Und wo ist das Haar in der Suppe? Neben den branchenspezifischen Schwächen bei den Grafikkarten im Q1 lag Nvidias Umsatzprognose unter den Erwartungen. Die konservative Prognose ist jedoch insbesondere auf die Lockdowns in China und das weggebrochene Russlandgeschäft zurückzuführen. Langfristig dürften diese Probleme zu bewältigen sein, zumal der US-Konzern nur einen geringen Teil seiner Einnahmen in Russland generierte.

Nvidia (WKN: 918422)

Nvidia hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren stark diversifiziert und bleibt einer der Haupt-Profiteure des Digitalisierungsbooms. Nach den Kursverlusten der vergangenen Monate ist das Papier zudem wieder attraktiv bewertet. Zeigt sich die aktuelle Bodenbildung als nachhaltig, können Anleger beim Halbleiterriesen wieder zugreifen – Watchlist!

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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