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07.07.2021 Benedikt Kaufmann

Nintendo macht es offiziell – das ist die neue Switch

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Nintendo

Nach zahlreichen Spekulationen hat Nintendo nun endlich das Geheimnis um die neue Switch gelüftet. Die am Dienstag vorgestellte Konsole kann allerdings nicht allen Erwartungen entsprechen.

Denn auf einen großen Sprung bei der Rechenpower und damit auf 4K-Auflösung verzichtet die neue Switch. Dass beim SoC (System-on-a-Chip) nicht auf ein verbessertes Modell gesetzt wird, dürfte mit der anhaltenden Chip-Knappheit zusammenhängen.

Das neue Modell kommt damit nicht als die erwartete „Switch Pro“ daher, dafür aber mit einem etwas höheren Preis von 350 Dollar. Neuerungen sind ein 64 GB großer Speicher, ein größeres 7-Zoll OLED-Dipslay, verbesserte Lautsprecher und ein verstellbarer Ständer – also alles Verbesserungen für den portablen Modus der Hybrid-Konsole.

 „Diese neue Switch sieht eher wie ein Zwischenmodell aus als ein wirkliches Upgrade“, sagte Nintendo-Experte Serkan Toto gegenüber Bloomberg und gesellte sich damit zu einer ganzen Reihe an enttäuschten Fans und Investoren. Anfängliche Kursverluste konnte die Nintendo-Aktie jedoch schnell wieder aufholen.

Analyst Michael Pachter von Wedbush Securities sagte gegenüber Gamespot: „Ich denke der Preis, der höher ist als bei der Original-Version vor vier Jahren, verrät uns, dass Nintendo weiterhin mit einer hohe Nachfrage rechnet.“ Sein Analysten-Kollege Mat Piscatella sieht in dem OLED-Modell den Versuch, die Nachfragekurve und die durchschnittlichen Verkaufspreise zu stabilisieren – eine Strategie, die bereits in der Vergangenheit erfolgreich war.

Der große Schock blieb wohl auch deswegen aus, weil viele Experten noch immer mit einer „Switch Pro“ rechnen – wenn auch für das Jahr 2022. Das würde sich mit den Aussagen des Nintendo-Managements decken, die die Konsole erst in der Mitte ihres Produktzyklus sehen und weitere Top-Releases wie „Zelda: Breath of the Wild 2“ geplant haben.

Die Enttäuschung über die Switch (OLED) hat sich schnell gelegt. Impulse für die Aktie dürften vom neuen Modell nicht ausgehen. Hierfür müssen wohl erste Verkaufszahlen abgewartet werden, die sich aufgrund des höheren UVPs dann noch kräftiger auf die Umsatzentwicklung auswirken könnten.

Die Nintendo-Aktie verharrt damit im Seitwärtstrend. Investierte Anleger bleiben dabei, denn die Gründe für ein langfristiges Long-Invest haben sich nicht geändert. Neueinsteiger warten auf klare fundamentale oder charttechnische Signale.

Nintendo (WKN: 864009)