Der Weltmarktführer für OP-Roboter hat in dieser Woche mit den Zahlen zum dritten Quartal die Umsatz- und Ergebniserwartungen klar übertroffen. Kosten im Zusammenhang mit einem Vergleich und aufkommende Wachstumssorgen setzten der Aktie jedoch zu. Inzwischen sieht die Welt wieder ganz anders aus.
Denn der Dip von zeitweise rund zehn Prozent wurde sofort gekauft. Mit einem Plus von 3,7 Prozent stemmte sich der S&P-500-Wert am Donnerstag sogar gegen den schwachen Gesamtmarkt und stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit Mai.
Aus charttechnischer Sicht wäre nun wichtig, dass sich der Medizintechnik-Titel vom Juli-Hoch bei 443,84 Dollar nach oben absetzen kann. Durch den gestrigen Kursanstieg konnte das Papier von Intuitive Surgical bereits den langfristigen Trend in Form der 200-Tage-Linie knacken. Zuletzt notierte die Aktie zu Jahresbeginn über dem GD200.
Auch Mike Kratky von Leerink Partners, der die Aktie mit "Outperform" bewertet, sah im Kursrücksetzer eine Chance. „Auch wenn wir die Bedenken hinsichtlich der Eingriffe in den USA nachvollziehen können, unterschätzt die nachbörsliche Marktreaktion die Stärke der Nachfrage nach Intuitive-Surgical-Systemen und den stärkeren Fokus auf den Nettozuwachs neu installierter Systeme, durch den zusätzliche Eingriffe ermöglicht werden sollen", so der Analyst.
Kratky betonte zudem, dass die Erwartungen an die Eingriffe in den USA hoch gewesen sind, nachdem jüngste Daten von Drittanbietern positiver ausgefallen waren.
Auch DER AKTIONÄR sah im Kursrücksetzer eine Chance: "Mutige Anleger mit Weitblick nutzen den Kursrücksetzer zum Einstieg", lautete das Fazit im Artikel zu den Q3-Zahlen. Inzwischen hat sich zudem die charttechnische Verfassung des Titels verbessert. Schwache Tage bleiben Kauftage. AKTIONÄR-Leser liegen seit der Kaufempfehlung in Ausgabe 39/26 bereits gut 20 Prozent im Plus.
Heute, 08:22
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